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Tage liegen und die Menge von, an den Gehängen er⸗
oͤffneten Steinbrüchen, unzweifelhaft beweisen, daß der
Kern der vorspringenden Bergkegel aus festem Gesteine
desteht.
In der ersten Abtheilung zwischen Bexbach und Hom⸗
burg wurde für die tiefen Einschnitte schwere Erde voraus⸗
gesetzt, weil dies hinsichtlich des Kostenpunctes der nach—⸗
theiligste Fall ist; sollten sich bei der Ausführung da—⸗
selbst, oder an irgend einer andern Stelle, mehr Felsen
vorfinden, als in den Voranschlägen angenommen ist, so
entsteht hierdurch in oconomischer Bezichung kein Ausfall,
weil diese Steine dann bei den Kunstarbeiten, dem Un—
terbau oder auf andere Weise, verwerthet werden können
und das Abtragsprofil sich beschränkt.
Eben so wenig hat man Rücksicht auf die Erleichte—
rung und Ersparung beim Erdtransporte durch proviso—
rische Schienenbahnen genommen; diese und mehrere an⸗
dere bei der Ausführung zu benützende Vortheile kommen
seiner Zeit der Baucasse zu gut.
Noch ist zu bemerken, daß für Aufgehen der zum
Auftrag verwendeten Erde yʒ und bei den Felsen Is in
Rechnung kam; ein Verfahren, welches bei unbedeuten⸗
den Arbeiten gewöhnlich außer Acht gelassen wird, bei
der Ausdehnung der aufgelockerten Masse aber beobachtet
werden muß, um zur Zeit der Ausführung nicht durch
einen Ueberschuß an Erde in Verlegenheit zu kommen.
Im Ganzen sind zu graben und zu bewegen
947 334 Kubikmeter leichte Erde,
1472 856, schwere Erde,
441 639 Felsen.
zusammen W61 829
Außerdem sind 869 843 IMtr. Fußbänke und Bö⸗
schungen zu planiren. —
Die Kosten der Erdarbeiten betragen:
a) Für die Strecke von der koͤnigl. preußischen Grenze
bis Kaiserslautern. .... 6536b6, 600 fl.
p) Fur die Strecke von Kaiserslautern
über Entersweiler und die rothen
Plätze bis Neustadt. 3817,800 —
Für die Strecke von Neustadt über
Schifferstadt bis in die Rheinschanze 68,900 —
——
und
dyu
— 30,200 —
im Ganzen.41,180,200 —
Hiernach trifft auf den laufenden Mtr. 9 fl. 47 kr.
Für die Zweigbahn von Schifferstadt
nach Spever
Die Kosten für die einzelnen Abtheilungen, so wie
deren Länge, dann die Kosten der Erdarbeiten für die
nach den anderen Richtungen gefertigten Projecte, sind
aus den am Ende des Capitels folgenden Tabellen voll⸗
ständig zu entnehmen.
3. Tunnelbauten.
Eine der schwierigsten Theile der uns gestellten Auf⸗
gabe war die genaue Ermittelung der Kosten für die un—
terirdischen Strecken. Die gewöhnlichen Erfahrungen,
welche den Ingenieuren vom Straßen- und Brückenbau
zu Gebote stehen, schienen uns hier nicht auszureichen und
wir glaubten daher sachkundige Bergbeamten noch zu Rathe
ziehen zu müssen. Die hierüber gefertigten Voranschläge,
gegründet auf ein genaues Preis-Detail, zeigen, daß die
berechneten Kosten im Vergleich zu denen, welche für
Tunnelbauten anderer Bahnen, z. B. die Looner⸗Mar⸗
seiller u. s. w. unter ähnlichen Umständen angenommen
wurden, nicht zu niedrig gegriffen sind. — Das übrigens
unterliegt keinem Zweifel, daß die Masse der vorspringen⸗
den Bergkegel und der die Wasserscheide bildenden Rücken
wischen Kaiserslautern und Hoch peyer aus festem bunten
Sandsteine besteht. Für etwa vorkommende Klüfte,
welche ausgemauert werden müssen, und die allenfalls zu
beseitigende Gewässer, ist in den Voranschlägen zureichende
Fürsorge getroffen.
Die Länge der projectirten Tunnelbauten zur Passi—
rung der Wasserscheide wurde schon oben angegeben. Die
Anzahl der Tunnel zwischen Hochspeyer und Neustadt be—⸗
trägt mit den Doppeltunnel bei Weidenthal und dem
Morschbacherthale im Ganzen. 12
und deren Länge zusammen.2183 Meter.
Der kürzeste dieser Tunnel hat eine Lange von 72
und der längste eine Länse von. 300
Die Kosten sämmtlicher Tunnelbauten mit Einschluß
des ersten zwischen Entersweiler und den rothen Plätzen
bei einer Länge von 3583 Mtr. beträgt .. 253,300 fl.
und es koͤmmt sonach der laufende Meter Tunnelbau al⸗
les einbegriffen
a) für den ersten unter der Wasserscheide auf 76 fl. 25 kr.
und
b) für die übrigen im Thale auf. . 67 fl. 17 kr.
Wir haben die Ueberzeugung, daß bei der Ausfüh—⸗
rung, namentlich der kleinen Tunnel, eine nicht unbedeu⸗
tende Ersparung erzielt werden wird; daß bei ihrer ge⸗
ringen Länge unsere geübten Steinbrecher im Neustadter
Thale sich bald, unter guter Anle tung, die Vortheile der
Bergleute werden angeeignet haben; und daß, wenn ein⸗