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Jahres wirklich gearbeitet werden kann und es erhellt, daß
auch hier eher zu wenig als zu viel geschehen ist.
Zur Vollendung der 23. Abtheilungen von der koͤnigl.
preußischen Grenze über Kaiserslautern, Neustadt, Schif⸗
ferstadt nach der Rheinschanze und Speyer, sind hiernach
ohne die Tunnel an:
Erd⸗Arbeiter. 9200 Mann
Steinbrechern 300
Gehülfen .. 300 o
Mauerern .. 180
Handlangern 240
Steinhauern. 240
Pflasterern . 128
Gehülfen .. 8
Zimmerleuten . 80
zusammenn 10840 Mann
täglich nothwendig. Werden nun die Arbeiten statt auf
200 Tage auf 400 oder 600, auf zwei oder drei Jahre ver⸗
cheilt, so sind nur die Hälfte oder der dritte Theil dieser
Anzahl erforderlich.
Die Zeit der Ausführung der Erd- und Kunstarbei—
ten läßt sich durch Vermehrung der Mannschaft sehr ver⸗
kürzen; diese Verkürzung hat jedoch auch ihre Grenzen,
die weniger durch Veengung des Raumes als durch die
gehörige Solidität, die dem Baue nicht fehlen darf, be⸗
dingt sind. Erd⸗-Aufschüttungen —
noch so sorgfältig gestampft werden, je nach ihrer Höhe,
mehr oder weniger Zeit, bis sie sich volllommen compri⸗
mirt haben; bei hohen Auffüllungen sind hiezu 2 bis 5
Jahre, je nach der Natur des Erdreiches, aus dem die
Dämme bestehen, nothwendig. — Bei Sandboden, der
sehr häufig auf der Linie der Bahn vorkömmt, findet das
Setzen in viel kürzerer Zeit statt. Ueber Winter jedoch
muß man, namentlich bei Eisenbahnanlagen, die Dämme
immer ruhen lassen, bevor der Unterbau mit den Schwel⸗
len und die Schienen aufgebracht werden.
Bei den größeren Tunnelbauten läßt sich die Zeit der
Ausführung nicht auf gleiche Weise, wie bei den Erd⸗
und Kunstarbeiten abkürzen. Bei den ersteren kann nur
eine bestimmte und zwar geringe Anzahl Arbeiter in ei⸗
nem sehr beengten Raume angestellt werden; finden auch
täglich zwei und im hoͤchsten Falle drei Abloͤsungen statt,
so erfordert der Tunnel über die rothen Plätze bei 1112
Mtr. Länge, wie in den speciellen Anschlägen ausführlich
nachgewiesen ist, im ersten Falle wenigstens zwei ein halb
Jahre, und der Tunnel auf der Nichtung zwischen En⸗
tersweiler und rothen Plätzen drei ein halb Jahre zu sei—
ner Vollendung. Für den Fall daher die Bahn von der
Grenze bis an den Rhein nach ihrer ganzen Ausdehnung
ausgeführt werden soll, ist hierzu ein Zeitraum von
mindestens vier Jahren erforderlich, jedoch
kann noch vor Ablauf dieser Zeitfrist die Vahn theilweise
in Betrieb gesetzt werden.
Im Durchschnitte wären sonach jährlich zur Vollen—⸗
dung der ganzen Bahn:“
2300 Erdarbeiter,
75 Steinbrecher,
75 Gehilfen,
120 Mauerer,
60 Handlanger,
60 Steinhauer,
3 Pflasterer,
2 Gehilfen,
15 Zimmerleute,
zusammen 2710 Mann,
und zu den Tunnelbauten:
75 Bergknappen und
60 Tagloͤhner
erforderlich.
Für sämmtliche Abthe.lungen des von dem Verwal⸗
ungsrathe vorgeschlagenen Zuges sind die Vorarbeiten so
oollständig gefertigt, daß in jeder Abtheilung auf der gan—⸗
sen Linie von Bexbach bis an den Rhein, der Bau der
Bahn sogleich beginnen köͤnnte. Wird daher der Termin
zur Vollendung auf vier Jahre festgesetzt, so dürften die
Arbeiten in folgender Weise zu vertheilen sein.
Erstes Baujahr.
Absteckung und Nivellirung der Bahn in den Abthei⸗
lungen zunächst der Grenze bis gegen Vogelbach, und
wischen Neustadt und dem Rherne zum Behufe der Auf—
nahme und Ermittelung der Grundentschädigungen.
Verakkordirung der Erd- und Kunstarbeiten in diesen
Abtheilungen und Vollendung derselben in der Lten bis
zten und 16ten bis 2hten inel.
Beginn der Tunnel-Arbeiten zunächst Hochspeyer und
hei der Rußhütte.
Abschließung von Alkkorden für die Lieferung von Holz⸗
schwellen und Steinwürfel, dann von Schienen und Stüh—
len zu dem Oberbau für die genannten Strecken.
Zweites Baujahr.
Vollendung der Erdarbeiten in der lten Abtheilung
und Herstellung des Unter⸗- und Oberbaues in den