Full text : Bericht über die technischen und commerciellen Verhältnisse der Anlage einer Eisenbahn von Bexbach nach der Rheinschanze (Saarbrücken und Mannheim)

lang ist. — Ein ähnliches Resultat ergeben die Nivelle⸗
ments hinsichtlich der Neigung.
Das absolute Gefälle von der Gränze bis zum Glan
bei Bruchmühlbach beträgt 16,69 Mir., welches folgen⸗
dermaßen vertheilt ist:
Richtung über Homburg:
Gefäll nach dem Bassin des Glans:
ds auf 7100 Meter Länge.
88 2000 —
— — —7399
Steigung

156588 2
Vom Glan bis Kaiserslautern:
absolute Steigung 15, —65. —
also vertheilt:
Gefäll gegen Kaiserslautern:
c3853 auf

2400

1520

Steigung

D
7
s68ß8
Horizontal von der Blies bis
zur Lauter

667
18553

6928
640
378
100

.10590

—2

43355
Richtung über Erbach
Gefaͤll nach dem Glan:
Ar auf..... 4130,50
5... 3800,00
Gefäll vom Glan nach der Lauter
8
Steigung

Meter Länge,

6928,00
640,00
1378, 00
400,00
17188,00 J
41984
Das stärkste Gefäll in der Richtung der größten För⸗
derungsmasse beträgt sonach von der Blies bis zum
GBlan 315.

Auf der Linie über Erbach findet beim Uebergang
über das Thal der Erbach keine Gegensteigung, auf jener
über Homburg die unbedeutende von Tobs statt, welche
als horizontal angesehen werden kann.
Solch günstiges Resultat konnte jedoch nur dadurch er⸗

reicht werden, daß man die partiellen Höhenunterschiede
durch Auffüllung der Thäler der Affluenten der Blies und
durch Einschnitte in die dazwischen liegenden Anhöhen
auszugleichen suchte. — Ein unschädliches Herabsenken
und Wiedererheben bei den Thal⸗ und Höhenübergängen
war bei den kurzen Distanzen nicht thunlich; wenigstens
würde die hierdurch bezweckte Oeconomie zu unbedeutend
sein, um ihr allgemeine Principien zum Opfer zu brin⸗
gen. Dagegen macht die Ausdehnung des Glanbassins
einen Höhenverlust in Hinsicht auf die Übersteigung des
Hauptwasserscheiders des Speyerbaches ohne außerordentli⸗
chen Kostenaufwand unvermeidlich.
Die größten Steigungen von a38 und 3355 auf kurze
Strecken unmittelbar vor den Bahnhöfen von Landstuhl
und Kaiserslautern sind, außer der Oeconomie, welche sie
moͤglich machen, in der besondern Absicht angeordnet,
die Geschwindigkeit der ankommenden Convois zu moderiren,
und die Bewegung der abfahrenden zu beschleunigen. —
Die eigentlich stärkste Steigung beträgt mithin nur z·
Der Hoͤhen-⸗Verlust von 1,52 Meter auf eine Länge
von 1520 Mtr. vertheilt, ist zu Gunsten einer Kosten⸗
Ersparung an Grundentschädigung, Erd⸗ und Kunstar⸗
beiten in so weit zulässig, als hierdurch kein Nachtheil
für den Betrieb zu befürchten steht.

B. Zwischen Kaiserslautern und Neustadt.
In einer Entfernung von 9000 Meter liegt Hoch⸗
—V
hofes bei Kaiserslautern und der höchste Punkt der Was⸗
serscheide über letzterm:
a) für die Richtung über die rothen Plätze bei ei⸗
nem Abstande von 6650 Mtr. um . 71,62 Mtr.
b) für die Richtung über den Heiligenberg bei einem
Abstande von 7060 Mtr. um .. 111,68 Mtr.
e) für die Richtung über Entersweiler und die ro⸗
then Plätze bei einem Abstande von 6300 Mtr. um
85,77 Mtr.
Das Heiligenthal erhebt sich vor dem Eingange des
Tunnels bei einer Entfernung von 5000 Meter um 13
Mtir. über jenen. Es geht sonach aus diesen Längen⸗
und Hoͤhenverhältnissen hervor, daß mittelst stehender Ma⸗
schinen — abgesehen von den übrigen in ihrem Gefolge
sich befindlichen Uebelständen — die Wasserscheide nicht
uͤberstiegen werden kann.
Die Anlage eines wenigstens 1100 Meter langen Zun⸗
nels ist daher, wie die Längen⸗Nivellements darthun, un⸗
vermeidlich.
            
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