Full text : Beitrag zur Geschichte des Berg- und Hüttenwesens im Ottweiler'schen

mit einer deutschen Übersetzung des persischen, aber schon lange
eingebürgerten, Mithra zu tun. 0b der nahe Weiselberg,
beinahe so hoch wie der Schaumberg, und aus schwarzem Porphyr mit
glasigem Feldspat bestehend, ebenfalls eine Rolle dabei gespielt
habe, lässt sich nicht mehr bestimmen, Er war jedoch an der Nordseite
 durch Terrassen befestigt, denn ich fand dort römische Ziegel.
Die Pfarrberinge von 0Ober- und Niederkirchen , welche
 viele Spuren römischer Ansiedelung zeigen, gehörten zum Nahe -
g au e , dessen Grenze sie an dieser Seite bildeten, und es dürfte
wohl auch keine Verwegenheit in der Behauptung liegen, dass wir hier
eine Grenze zwischen dem römischen Obergermanien und dem ersten belgischen
 Gallien zu suchen haben.
Die Oster nimmt in ihrem Laufe verschiedene kleine Bäche auf und ergiesst
 sich bei Wiebelskirchen in die Blies.
Der I1llingerbachh erinnert an die I 11 im Elsass. Er
entspringt bei Urexweiler und nimmt die Bächlein von Welschbach, Wemnetsweiler
 und Uchtelfangen auf, und wechselt oft seinen Namen. In
der Nähe von Dirmingen ergiesst der Bach in denselben, welcher seine
Wasser meist bei Alsweiler sammelt; weiter unten münden der Tholeyer
Bach und die Thele in denselben. Hüttersdor ff gegenüber
fliesst er in die aus der Gegend von Züsche kommende
Prims (Premantia), welche unterhalb Dillingen in die
Saar einmündet.
Alle diese Bäche würden bald wieder fischreich werden, was sie auch
in früherer Zeit waren, wenn sie sich wenigstens eines geringen
Schutzes zu erfreuen hätten. Die Blieshechte genossen sonst einige
Berühmtheit, Seit längerer Zeit wird aber ein beständiger Vertilgungskrieg
 gegen die Fische geführt. Im Bliestale hat aber auch der
Bau der Eisenbahnbrücken durch den Kalk verderblich auf sie eingewirkt.
 Es ist daher im Interesse der Ordnung und auch der Erhaltung
und Vermehrung eines Nahrungsmittels zu wünschen, dass die preisgegejenen
 Wasserbewohner sich bald eines Schutzes erfreuen mögen, den
sie sowohl an und für sich, als auch im volkswirtschaftlichen
Interesse verdienen.

I. DIE GEBIRGSFORMATIONEN IN DER UMGEGEND

Hier muss ich nach der Art der alten Chronikenschreiber, umsomehr mit
dem Anfange der Welt beginnen, als auch die meisten Geologen sich mit
der Frage beschäftigen: Wie und wann ist die Welt entstanden? Sie
Könnten das füglich unterlassen; denn die Wissenschaft hat noch zur
Zeit wenigstens nicht die mindeste Aussicht, diese kombinierte Frage
befriedigend beantworten zu können, Der Herr Professor Dr. Mohr zu Bonn
sagte: "Die Frage nach dem Anfange der Dinge ist uns untersagt." Es ist
das jedoch ein Ausspruch, dem man gewiss nur teilweise beistimmen kann.
Weshalb soll man nicht nach dem Ursprunge der Dinge fragen dürfen? Auch
Herr Mohr hat diese Frage sich gestellt, sonst wäre er nicht zu dem
Schlusse gekommen, dass die Welt ewig sei, während wir dem Schöpfer,
aber nicht dem Geschöpfe die Ewigkeit zuschreiben, und die Ewigkeit
müssen wir ruhig lassen, denn das Weltmeer lässt sich nicht in unsere
Nusschale schöpfen. Herr Prof. Mohr hat auch den Fehler, dass er sich
die Prämissen zu seinen Schlüssen oft selbst macht und zurechte legt.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.