und nach entstanden mehrere Ziegelhütten. Diese betrieben ihr Geschäft
nach altem Herkommen.
Wäre der Baustein-Reichtum nicht so groß in unserer Gegend, so hätte
sich gewiss schon ein unternehmender Mann daran gemacht, die grosse
Masse der Ziegelerde in kunstgemässerer Weise zu verarbeiten. Dieselbe
<xönnte Bausteine und Bauornamente aller Art liefern, und vielleicht mit
dem glücklichsten Erfolge mit der Kunststeinhauerei in Konkurrenz treten.
Unter dem 15. Oktober 1753 erliess der Fürst Wilhelm Heinrich auch eine
Ziegler-Zunftordnung.
F. Die Glashütten zu Friedrichstal
Der letzte Graf von Ottweiler, Friedrich Ludwig, (gest. 25. Mai 1728)
legte um das Jahr 1720 drei Höfe im Hochwalde in der Nähe des Ottweiler
Altenwaldes an, nämlich
der Bildstocker Hof, (von einem alten, in der Nähe rechts am
Wege nach Neunkirchen gestandenen Bildstocke so genannt),
den Hinter- oder Hühnerfelder Hof und
den Friedrichstaler Hof, welcher von seinem Erbauer den Namen
ar- und behielt,
Die Glashütte befand sich ursprünglich an der Stelle, welche noch heute
"Alte Glashütte" genannt wird. Da dieselbe aber den Hirschen, welche
damals bei den Hohen in hohem Ansehen standen, etwas lästig war, wurde
dieselbe nach Friedrichstal verlegt. Wann das aber geschehen, kann ich
nicht mit Bestimmtheit angeben.
Im Jahre 1737 erscheinen "Die Glashütte und Hühnerfeld" vereinigt mit
einer Bevölkerung von 25 Seelen, 14 Stücken Zugvieh, 63 Stück Rindvieh
und 18 Geisen. In einem Verzeichnisse vom Jahre 1741 kommen vor als mit
dem Hofaute belehnt-3
Adolf Eberhard,
Gerhard Wentzel und
Martin Wentzel, Glasmeister an der Fischbach bei Molst (Malstatt)
Das Gut war in drei Teile geteilt und jeder der vorhin genannten
Beständer hatte einen besonderen Pächter.
Mit fürstlicher Erlaubnis besuchten die Katholiken, welche zur Pfarrei
Ittweiler gehörten, die Pfarrkirche zu St. Ingbert, die Protestanten
aber, obgleich sie ebenfalls nach Ottweiler eingepfarrt waren, die
Kirche zu Dudweiler
In dem erwähnten Verzeichnisse ist aber keine Spur von einer in
Friedrichstal bestehenden Glashütte wahrzunehmen. Dieselbe erscheint
aber im Jahre 1753 als mit einem besonderen Kohlenprivilegium versehen.
Ein Einwohnerverzeichnis vom Jahre 1764 führt zwei Glashütten mit 39
Arbeitern auf.
Im Jahre 1781 erging im Interesse der Glashütte fogende Verordnung:
"Von Gottes Gnaden, Ludwig Fürst zu Nassau etc.
Demnach die Umstände und Notdurft zu Befürderung derer in Unseren