nisse gestatten, zur Anwendung, um die Konkurrenz mit anderen Werken
bestehen zu können, welche durch den neuen Handelsvertrag zwischen
Preussen und Frankreich noch gesteigert worden ist.
Solche Handelsverträge haben jedoch, vom fiskalischen Interesse abgesehen,
nicht nur die Produzenten und Fabrikanten, sondern auch die
Konsumenten zu berücksichtigen, um der inländischen Produktion den
Schutz zu gewähren, dessen sie zu ihrer Existenz bedarf, aber auch die
Freiheit zu sichern, welche die Untertanen gegen eine privilegierte
Besteuerung zugunsten Einzelner schützt. Hat der neue Handelsvertrag
die richtigen Berührungspunkte der verschiedenen Interessen aufgefunden?
Die Zeit wird es lehren.
E. Ziegelerde und Ziegelbrennereien
Ich will hier nicht von der eigentlichen Töpfererde reden, obgleich
diese auch im Bliestale nicht fehlt, auch nicht von der Walkererde, die
auf dem Banne von Wiebelskirchen vorkommt, sondern von der eigentlichen
Ziegelerde, welche nicht nur im Tale, sondern auch selbst auf höheren
Punkten in Menge vorhanden ist, z. B. an der Rennstrasse, vor der
Stennweiler Höhe, auf dem Maiborner Felde usw.
Wir finden bei allen Resten römischer Gebäude römische Ziegel. Vor
mehreren Jahren wurden bei Hüttigweiler (in der Tumb) Dachziegel mit
den Namen des Besitzers der Ziegelhütte gefunden: 0.V.Sab. (Quintus
Valerius Sabe). In diesem Jahre (1868) wurden auch an einer anderen
Stelle zu Hüttigweiler ähnliche Ziegel gefunden, Die Stätte ihrer
Fabrikation ist aber heute noch unbekannt.
Im Jahre 1764 erscheinen in der Grafschaft Ottweiler eine Ziegelhütte
Zu Ottweiler, eine zu Neunkirchen und zwei in der Meierei Wiebelskirchen.
0b und wo die Römer, deren Ziegel sich durch Schönheit und Dauerhaftigkeit
auszeichnen, in unserer Gegend Ziegeleien gehabt haben mögen,
ist nicht ermittelt. Man wird nur als erwiesen annehmen können,
dass sie zu Tholey und Düppenweiler Töpfereien gehabt haben. Nach ihrer
Unterjochung und Vertreibung scheint die Ziegelei in unserer Gegend
aber so in Vergessenheit geraten zu sein, dass dem Verfasser einer Lebensgeschichte
des h. Paulus, gewesenen Bischofs von Verdun, (gest. 8.
Februar 6..) die zu Tholey vorkommenden römischen Ziegelplatten, gleichsam
wie mit der Säge geschnittene Bretter (Tabulae) vorkamen, weshalb
er den Namen Tholey auch von Tabulegium ableitete.
Lange Zeit war die Ziegelhütte bei Ottweiler die einzige in der Grafschaft.
In einer Urkunde vom Jahre 1552 geschieht nicht nur des Ziegelberges
Erwähnung, sondern auch schon einer alten Ziegelscheuer. Ganz
bestimmt erscheint sie aber im Jahre 1634. Sie stand jedoch damals leer
und war beinahe verfallen. Im Jahre 1695 wird sie besonders erwähnt.
Dieselbe gehörte den Erben Weyl. Späterhin, welche dieselbe jedoch im
Laufe dieses Jahres (1868) an Herrn Kunz von hier verkauft haben
Die Ziegelhütte zu Hangard wurde um das Jahr 1720 von Daniel Reeb aus
der Gegend von Rothalben erworben und die Anlage der Ziegelhütte auf
der Rennstrasse um das Jahr 1770 und am 25. Februar 1774 erhielten
Georg und Jakob Meyers von Hilsbach ein fürstliches Dekret, wodurch
ihnen die Erbauung einer Ziegelhütte zu Dirmingen erlaubt wurde. Nach