Full text : Beitrag zur Geschichte des Berg- und Hüttenwesens im Ottweiler'schen

soll sie wieder aufbauen mit allen Hütten, "Smelzöfen", Rädern, Mastbäumen
 und allem Holz-‘ und Steinwerk. Heinrich soll den Meister dar
stellen, den Schmelzofen machen, den grossen Hammer und Brende und
Zapfen, die man bedarf, und den grossen Amboss; 12 Jahre lang jährlich
32 Goldflorin entrichten; dem Grafen das "Huyssyeen" geben, gegossen
ader geschnitt, den Ztr. um 1 fl.
Datum fehlt.
Heinrich von Wannen entschuldigt sich, dass er den Pacht der Eisenschmitte
 nicht übernehmen könne.
Arbe, 28.8.1535.
wann das Eisenwerk zu Neunkirchen im Falle es nicht in der bereits
erwähnter Waldschmitte erkannt werden könnte, erbaut worden, wissen wir
nicht. Man soll jedoch zur Zeit dort eine eiserne Platte mit der
Jahreszahl 1593 und der Aufschrift: "Neunkirchener Eisenwerk" gefunden
1aben.
im Jahre 1634 hatte ein gewisser Ulry dieses Eisenwerk in Bestand. Zu
V\eunkirchen waren damals 2, zu Wiebelskirchen 1, zu Schiffweiler 8 und
zu Stennweiler 3, im ganzen also 14 Häuser wegen der Hütte gefreit. Im
folgenden Jahre aber blieb das Werk wegen der Verwüstung, welche von
den trierischen, lotharingischen und spanischen Soldaten in hiesiger
arafschaft angerichtet worden, stehen. Die Bewohner der Grafschaft
Ottweiler hatten sich zur Zeit in Gemeinschaft mit den Schweden, seit
weihnachten 1631, im Schaumburger Amte und im St, Wendelschen allerlei
Ausschweifungen und Gewalttätigkeiten erlaubt, und da dafür keine Genugtuung
 erfolgt war, so übten die Verbündeten in der Kirschenzeit des
Jahres 1635 Wiedervergeltung mit Schwert und Brandfackel.
Erst im J. 1653 kamen Salm-Reifferscheidtsche Untertanen aus dem Schleidenertale,
 welche das Werk pachteten. Aus den Bruchstücken der Verhandlungen
 geht hervor, dass noch eine Menge alter Masseln dort vorhanden
war. Im J. 1669 erscheint ein gewisser Peter Pasterts aus dem Birkenfeldischen
 als Pächter. Er sollte jährlich 350 Gulden und 3 Ztr. Eisen als
Pacht bezahlen. Dazu erhielt er aber 74 Klafter Holz, welche die
Herrschaft auf ihre Kosten brennen und frei unter Dach liefern musste,
Da das 1671 nicht geschehen, so wurden ihm 28 Gulden dafür gut
gehalten. Die Schankwirtschaft bei der Hütte war für 12 Gulden überlassen.
 Für das Jahr 1670 wurde ihm der Pacht zu 232 Reichstaler angesetzt.
 Der Ztr. Schmiedeeisen wurde damals mit 4 Gulden bezahlt.
>asterts machte aber so schlechte Geschäfte, dass er liquidieren und
sich zurückziehen musste, Die hiesige Gegend war damals entvölkert und
verarmt.
4ierauf übernahm der Graf Joh. Ludwig von N.-S.-Ottw. das Werk und
liess es auf seine Rechnung betreiben. Das tat auch sein Sohn und
Nachfolger Friedr. Ludwig (aest. 25. Mai 1728).
In dem Hof des Herrn Ludwig Haass zu Ottweiler befindet sich eine Guss-Dlatte
 mit dem N.-S,ischen Wappen und folgender Inschrift:
"Auf Nassau-Ottweiler Eisenhütten. Anno Domini 1684. J.L.G.N.S.U.S.H.
Z.Lw.U.I.“ D.h."Johann Ludwig, Graf zu Nassau-Saarbrücken, Usingen,
Yerr zu Lahr, Wiesbaden und Idstein." Oben ist als Motto angebracht:
“Sincere et constanter."
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.