allenfallsigen Kontravenienten bei fürstlicher Rentkammer zur Bestra-Fung
anzuzeigen.
Saarbrücken, den 29, Juli 1790
Fürst]. Reg. hiers."
D. Der Eisenhüttenbetrieb
Die Eisenerzschmelzen in unserer Gegend sind sehr alt. Dieselben reichen,
wenn auch nicht in die gallo-keltische, doch gewiss in die römische
Zeit. Dafür zeugen die vielen Stellen unserer Gegend, an welchen
die sog. Heidenschlacken vorkommen, z.B.:
Bei dem Sickschen Steinbruche bei Neumünster. Ich erhielt eine Sildermünze
von Trajan und eine vorkonstantinische stark oxydierte
Kupfermünze, welche dort gefunden worden.
In der Wiese zwischen dem neuen Pulverhäuschen und dem sog. Neu-EicChenwäldchen.
Am 25. Aug. 1869 grub der Philipp Philippi in einem kürzlich von den
Erben Volz erworbenen Grundstück, neben der Amannschen Wiese in der
Nähe der Schenkelbergischen Sandgrube, den Boden auf, um ihn zu
veinigen und er stiess auf altes Mauerwerk. Dabei lagen ebenfalls
alte Schlacken.
In der Elchenbach zwischen dem Ottweiler und Mainzweiler Begräbnisalatz.
Dort kommen viele Schlacken vor. Es stand an jener Stelle
auch ein bedeutendes Gebäude. Noch vor einigen Jahren kam bei einer
Arbeit im Wege eine Säulentrumm zum Vorscheine. Die Substruktionen
(Fundamente) wurden im Jahre 1807 auf Veranlassung des ÄApothekers
wittich aufgegraben. Der Umstand, dass die Arbeiter (Drescher aus
der Eifel) plötzlich fortgingen, gab Veranlassung zum Gerede von
ainem grossen Funde, der dort gemacht worden sein sollte.
Auf dem Banne von Wiebelskirchen kommen an der Westseite des Roons
verschiedene Reste von Schlacken vor. Es wurden mehrere unleserlich
gewordene römische Münzen (Mittelerze) dort gefunden. Auf dem Roon
selber erscheinen viele einfache alte Begräbnisse, die man aber,
seit die Gegend dem Pfluge überantwortet worden, meist zerstört sind.
5. An der Westseite des Höcher Berges.
ö. An 2 Stellen auf dem Banne von Urexweiler.
7. Am Kirschborn zu Dirmingen.
8. Auf dem Banne von Welschbach, der Hirzweiler Mühle gegenüber.
3, Zwischen Stennweiler und der Altmühle.
'0.In der Eisenhümes auf der Höhe zwischen Ottweiler und Schiffweiler.
Auf einer kleinen Anhöhe zwischen der Eisenhümes und dem alten Steinbruch
befand sich ein altes Totenfeld. Im Kohlwäldchen kommen einige
este von Grabhügeln vor. Als vor einigen 20 Jahren unter dem
7örster Sauerwein ein Forstschutzgraben aufgeworfen wurde, kamen
auch allerlei Reste von Töpfen, eiserne Hämmer und Bruchstücke von
anderen gewöhnl. Handwerksinstrumenten zum Vorschein,
In den Wäldern von Landsweiler, Friedrichstal, Spiesen, Neunkirchen und
des Kohlhofes kamen viele Heidenschlacken, mitunter in grossen Haufen,