wurde von den Republikanern, weil er sich zum Monarchen machen wollte,
und bereits, bei Belassung eines Schirmers der römischen Republik,
gemacht hatte, ermordet. - Nach ihm trat sein Anverwandter Aug u -
stus auf. Er besiegte seine Gegner und stand dann als Alleinherrscher
da.
Die römische Herrschaft brachte unserer Gegend neue Zustände und Verhältnisse.
Die Römer teilten das belgische Gallien in 2 Provinzen ein.
Die Hauptstadt der 1. Provinz war Tr ier, die der 2. war Reims.
Unsere Gegend blieb jedoch bei Me t z, weil die Metzer (Mediomatriker)
zur ersten belgischen Provinz gehörten. Inzwischen waren aber auch
deutsche Volksstämme über den Rhein gegangen. Am Niederrhein hatte man
die U bi er auf das linke Rheinufer gesetzt und sie bildeten die
Colonia Ubiorum (Cöln). Am Oberrhein waren die Van g ion en (Wormser),
die Neme t er (Speyer) und die Tr ibeker (Strassburg)
über den Rhein gegangen und hatten sich hier niedergelassen. Die Römer
bildeten daher am Rhein 2 germanische Provinzen (0ber- und Untergermania),
welche sich wohl zwischen Andernach undSinzig an
den Grenzen der alten Diözesen Trier und Köln berührten. In unserer
Gegend finden wir vielleicht ebenfalls ihre Grenzen in denen der
Bistümer Mainz, Worms und Speyer
Die Römer legten Befestigungen (Schaumberg, Spiemont, Kirkel, Wersweiler
(Kloster) und dann Strassen mit Verbindungswegen und Poststationen
an. Im Varuswa ld bei Tholey war ein Knotenpunkt dieser Strassen
und Postverbindungen. Auf dem Stennweiler Walde war
ebenfalls eine damit zusammenhängende Poststation. Diese Strassen und
Postverbindungen waren jedoch weniger im Interesse des Volkes, als in
dem des Staates angelegt.
Das Volk wurde überhaupt von den Römern gehörig geknechtet und ausgesogen.
Zudem zogen sich Feuer- und Rauchsignal-Linien, um von der Ankunft
eines Feindes beizeiten in Kenntnis gesetzt zu werden, nach Rom und den
Hauptorten der Provinz hin. Das Land war mit herrschaftlichen und
bäuerlichen Villen (Höfen) bedeckt. Auch erhielten ausgediente Soldaten
vom Staate Ländereien zum Anbauen, Römische Sprache (lateinische) und
Sitten, Kunst, Wissenschaft und Bildung, aber auch die römischen Laster
wurden herrschend.
Wir haben fast keinen Gemeindebann, auf welchem nicht Reste und Spuren
römischen Waltens und Schaltens gefunden wurden, z.B. Spuren alter
Strassen, alter Gebäude von Ziegelsteinen, Gräber (d.h. Urnen oder
ausgehöhlte Steine mit Asche oder Knochen), Grabhügel, alte Münzen
(Heideknöpfe) und viele andere Dinge.
Die römische Herrschaft dauerte in unserer Gegend bis 464 n. Chr. Geb.
In Deutschland bildeten sich Volksverbindungen z.B. an der Saale, am
Main usw., die der Frank en (kühnen, freien, frei und frank) und
am Oberrhein die der Allemannen . Beide wollten, freiwillig
oder selbst gedrängt, nach Gallien vordringen, um sich darin ihren
Verhältnissen und Bedürfnissen entsprechende Wohnsitze zu erobern.
Die Römer lebten daher am Rhein in selten behaglicher Ruhe. Sie mussten
vielmehr stets auf Angriffe und Überfälle gefasst sein. Das war namentlich
im 4. und 5. Jahrhundert der Fall. Es fand bei jeder Gelegengenheit
und Veranlassung ein Andrängen gegen Gallien statt. Am