von dem roten ab. Dabei kommt die eigentümliche Erscheinung vor,
dass das Eisenoxyd-Hydrat nach dieser oder jener Spalte hin ausgeschwitzt
ist und auf der betreffenden Kontaktfläche eine sogenannte
eisenhaltige Kruste oder Schürze (Schorfe) gebildet hat. Ist es aber
auch die Kohlensäure gewesen, welche, als sie den Feldspat zersetzte,
den Sandstein zum Ausschwitzen der eisenhaltigen Bestandteile
veranlasste und entfärbte?
[ch bemerke hier, dass der Sandstein des roten Totliegenden überhaupt
viel Feldspat enthält. Er ist auch sehr glimmerig. Es könnte
daher scheinen, dass man es häufig mit einem zerriebenen Granite zu
tun habe. Das Totliegende liefert uns treffliche Sandsteinbrüche,
welche mit jedem Tage bedeutender werden, denn die Eisenbahn befördert
die vermehrte Anwendung desselben nach der Saar hin. Er hält
auch, wie im Wasser, so auch im Wetter aus.
Zum Schlusse will ich noch von zwei Dingen reden, welche in dem Totliegenden
vorkommen, nämlich von den Kieselablagerungen und von den
verkieselten Hölzern. - Die Kieselablagerungen des Totliegenden unterscheiden
sich wesentlich von den Kiesel- oder Geschiebeablagerungen,
welche die Kohlenflöze begleiten. Diese bestehen meist nur aus
Quarz mit eingemengten Stücken von einem festen grauen Sandsteine
nit etwas Glimmer. Dieser kommt aber in unserer Gegend nicht vor.
Die Geschiebe in den Ablagerungen des Totliegenden sind mannigfaltizer,
denn es kommen darin vor:
weisser, gelber, grünlicher (etwas durchscheinender), graugrüner,
grauer und roter (Eisenquarz) Quarz, auch Quarz, an welchem noch
Spuren von gemeinem Asbest vorkommen,
schwarzer, grauer und rötlicher Kieselschiefer,
schöne Konglomerate (in einzelnen Stücken), welche ein so inniges
aefüge zeigen, dass sie geschliffen, die verschiedensten Bestandteile
der Zusammensetzung zeigen,
4. verwitterte Granitstücke,
3. verwitterte Porphyrstücke mit Quarzeinsprengung,
5. Quarzstücke mit Feldspat,
7. Glimmerschiefer und
3. hin und wieder auch etwas verkieseltes Holz.
Derartige Kieselablagerungen kommen namentlich bei Ottweiler (hinter
Wweyrichs Steinbruch) oben in der Kieskaul, und unten am Wege nach
dem Wasserbirnbaum auf dem Wackenhübel beiWelschhausen,
oben in der Linxbach, auf der Vogels
hecke und auf dem Hexenhübel bei Welsch
dach , usw. vor
Wo dieselben auf Höhen erscheinen, ist das Bindemittel durch Regen
und Frost gelockert, und sie lassen daher das Wasser bis zu einem
gewissen Punkte durch. Das ist auch auf dem bereits erwähnten Hexenhübel
der Fall. Das Wasser zieht bis auf die feste Sandsteinunterlage
durch, von dort aber verbreitet es sich nach allen Richtungen
hin. Dadurch geschah es, dass im Frühjahre sich beizeiten ein grüner
Graskranz an den feuchten Stellen um die Kuppe herum entwickelte.
Man nannte diesen "Hexenkranz", denn der isolierte Hügel zwischen
Welschbach und Hirzweiler scheint auch die Hexen des Frühjahrs
angezogen zu haben.
cs will mir aber scheinen, als schwebe über dem Hexenhübel noch der