Die Kiesschiefer enthalten granitische Gesteine, Glimmerschiefer
usw. Diese Schichten unterscheiden sich also wesentlich von den
Kiesschichten, welche mehr oder weniger unmittelbar die Kohle begleiten.
Sie sind reichhaltiger, denn sie enthalten Granit, Porphyr,
Glimmerschiefer, Kieselschiefer usw. Jaspis und Achat habe ich jedoch
nirgends darin gefunden,
In dem Sandstein kommen jedoch Holz und Pflanzenstücke nicht selten
vor. Das Holz und die Pflanzenreste liegen oft in den Schichten. Ich
mass einen Holzstamm von 33 Fuss Länge und dabei lagen Pflanzenreste,
welche Herr Goldenberg, dem ich dieselben infolge einer Wette
zugesandt habe, den Lycopodiaceen zuteilet. Andere Stücke in den
Sandsteinbänken selbst sind 8 bis 10 Fuss lang, aber alle stehen
querbrüchig. Es kommen auch einzelne kleine Stücke vor. Dieses Holz
hat mitunter zahllose kleine Kieselkristalle angesetzt. Einige dieser
Kristalle sind, wenn sie mit der Bergfeuchtigkeit zutage kommen,
stahlblau angelaufen. Oft erscheinen auch Braun- und Kalkspat in
verschiedenen Kristallformen. Wo solche Verkieselungen vorkommen, da
zeigt sich das Gestein entweder eisengallig hart oder mürbe. Im
letzteren Falle sind die Holzstücke oft von weichem oder fast pulverartigem
Roteisenstein umgeben. Man muss annehmen, dass die organischen
‚Reste den eisenhaltigen Bestandteil des umgebenden Gesteins
angezogen und bei sich konzentriert haben.
Diese Erscheinung gibt eine Veranlassung, von den Flecken im Sandstein
und von dem weissen Sande am Neu-Eichenwäldchen und in der Umgegend
zu reden. Sowohl in dem festen Sandsteine, als auch in dem
weicheren tonhaltigeren Gestein kommen weissliche Flecken vor, welche
aber nicht spiral, sondern kugelförmig in dem Gestein liegen. In
der Mitte dieser Fleckenkugeln befindet sich entweder ein schwarzer
oder brauner Punkt. Dieser Punkt ist aber nichts anderes, als
konzentriertes Eisenoxyd-Hydrat. Durch die Konzentrierung desselben
ist der nächsten Umgebung die rote Farbe entzogen worden und so der
bläuliche oder weissliche Flecken entstanden. Die Konzentrierung
selbst ist wohl durch irgend eine organische Substanz, welche das
Eisen angezogen hat, veranlasst worden. In manchen Exemplaren fällt
das Produkt dieser Konzentration wie Staub heraus und lässt dann
eine kleine Höhlung zurück. Bisweilen hat sich diese Konzentration
um ein Steinchen gesammelt, obwohl dieses keine Veranlassung dazu
gegeben hat. Dieselbe hat sich dadurch nur kreisförmig gestaltet
In dem Steinbruche hinter dem ehemaligen Weyrich'schen Hause kommen
im blauen Schiefertone ebenfalls ringförmige schwarze Flecken, mit
einem schwarzen Zentrum vor. Dieser Schieferton zeigt auf seinen
Schichtflächen zarte Abdrücke von Kalamiten. Auch fand ich einen
Abdruck, welcher die Rippen eines Blattes zu zeigen schien. Diese
Flecken dürften daher von irgend einer Verkohlung herrühren.
Hier will ich auch von der Bildung des weissen Sandes am Neu-Eichenwäldchen
und auf dem Terrain des Welschhauser Hofes reden, Dieser
Sand besteht aus weissem Quarz, welchem hier und da ein Stückchen
Kieselschiefer beigemischt ist. Auch kommen einzelne gelbe Rostflecken
darin vor. Was denselben aber besonders interessant und nützlich
macht, das ist der aufgelöste (kaolinisierte) Feldspat. Diese
Auflösung ist wohl durch die Kohlensäure bewirkt worden. Der weisse
Sandstein bricht oft unmittelbar, oft auch durch eine kleine Spalte