Full text: Wörterbuch der Mundart des Saarbrücker Landes

N 
Nachträge und Berichtigungen 
vielen Fällen durch den Nominativ ersetzt. Die Sin- 
gularformen sind untereinander gleich wie in Sb. Das Adi. 
wird im allg. wie in Sb dekliniert. 
Konjugation: Die Verhältnisse beim Verbum liegen 
ähnlich wie in der Sb. Mda. Der Unterschied zwischen st. 
und schw. Verben ist nur noch am Part. Perf. erkennbar. Die 
Reste der Ablautreihen erfahren eine Modifikation gemäß den 
lautlichen Verhältnissen der Mda. So bilden z. B. die Nasal- 
verbindungen aufweisenden Verba der II. Kl. des Praes. mit e, 
das Part. mit o: z. B. fene — gefon. Konjunktiviormen gibt 
es im wesentlichen nur bei den Hilfszeitwörtern. Die gebräuch- 
lichen ‚sind: han, sen (were), möche, welle, kenne = können, 
dün. Die Konjunktive lauten: hed, w&r, möcht, wollt, kennt, 
det (det). Das Verbum werden [were] wird vielfach ersetzt durch 
get = gibt: er get j&r, das get gemacht. Der Konj. Imperf. 
von dun und gen (geben) dient zum Ersatz der verlorenen 
Konjunktivformen: ich däts mache, ich g&ts mache. Auch der 
Konjunktiv von gehen dient dazu: ich g&ngts mache. In gä&ngt 
beobachtet man noch einen Konj. Imperf. eines st. Verbums. 
ebenso in ich g&bt = ich gäbe. Das t ist wohl Sproßkonsonant. 
S. 222, IIl., A., 4:: Der Plur. Praes. von ‚„‚können‘‘ lautet auch 
„kinne‘“, der Koni. Imperf. „kinnt‘“, das Part. Perf, „gekinnt“ 
und „gekunnt‘“. 
S. 211: Zeile 14 von unten muß es heißen: „1 == ch“ statt 
„z = ch“
	        
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