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Krahnen ist auf; für nahe-nächst. Fälschlich gebrauchte Ver—
neinungen sind: Ich habe nie kein Geld. Ich warne dich, nicht
in den Garten zu gehen. Er verbot mir, sein Haus nicht zu
betreten. Davon weiß keiner nichts.
X. Verhältniswörter.
Da die Mundart keinen zweiten Fall kennt, hat sie auch
keine Verhältniswörter, welche diesen Fall erfordern. Sie werden
stets mit dem 3. Fall verbunden, besonders „während“ und
„wegen.“ Man sagt: Wegen dem Regen konnte ich nicht ausgehen
Während dem Gesange mußte ich stehen; — doch wegen deiner. —-Außer,
gemäß, nächst, nebst sind der Mundart fremd; für samt
steht mitsamt, für seit sinter. Verwechselt werden: 1. „beit und
„zu“: Der Knabe geht bei den Vater. Komm bei mich. Er
lief bei den Arzt. 2. „auf“ und „nach“: Ich fahre auf Neun—
kirchen. Ich gehe auf die Bergkapelle. 3. „nach“ und „zu““:
Ich reise nach meinen Großeltern. 4. „für“ und „vor“: Wieviel
fordert er vor das Stück? Geb mir ein Heft vor 10 Pfg.!
5. „dafür‘ und „davor“: Er bekam seine Strafe davor.
Davor muß er büßen. 6. „seit‘ und „vor“: Dor Vater 9 —
3 Wochen gestorben (vor 3 Wochen.) —2& —*
Häufig werden Umstandswörter und Verhältniswörter oder
zwei Verhältniswörter miteinander verbunden, z. B. Ich gehe
bis auf Reden. Ich laufe bis auf den Berg. Hannover gehört
seit im Jahre 1866 zu Preußen. „Neben“ und „nächst“ werden
als Adverbien gebraucht: Das Buch liegt neben. Das Haus steht
nächst nahe) der Kirche. Am voriges Jahr.
XI. Bindewörter.
Im Gebrauche des Bindewortes wendet die Mundart häufig
zwei oder drei derselben an oder verbindet sie zuweilen sogar mit
einem Umstands- oder Verhältniswort, z. B.: Ich gehe nicht,
bis daß er mich ruft. Ich ruhte nicht, als bis daß er kam.
Ich sage es euch darum noch einmal, damit daß ihr es alle wißt.
Er wußte nicht, wohin daß er sich setzen sollte Seitdem daß
er fort ist, herrscht Ruhe. Trotzdem daß er nichts dafür kann,
erhält er Strafe. — Statt „um zu“ setzt die Mundart „für zu“
oder sogar ‚um für zu“, z. B.: Er kam für zu schreiben. Er