art durchweg p. Man sagt Pär für Pferd, Pund, Peif, Pann
für Pfund, Pfeife, Pfanne — hupsen, kloppen, schäppen für
hüpfen, klopfen, schöpfen, — Sump, Damp, Rump, stump, dump
für Sumpf, Dampf, Rumpf, stumpf, dumpf.
6. st. Die Mundart unserer Gegend läßt diesen Laut nicht
nur im An-, sondern auch im In- und Auslaut als scht erscheinen.
Man sagt also huschten für husten, faschten, Lascht, Ascht, Kaschten,
Durscht, Nescht und Fescht. Es entstehen so Bildungen, die weder
schön noch deutlich sind: hätschde-hättest du, sieschde-siehst du,
der kertscht- der kürzeste, der süscht- der süßeste, Geschdloweck!
GHehst du da weg!
7. Außer den genannten lautlichen Abweichungen sollen noch
folgende erwähnt werden: das t vor Vokalen wird vielfach als d
gesprochen (Dag-Tag, deier-teuer, Deich-Teich, Disch-Tischj. — Ver—
bindungen wie tr, kr, gr, kl, kn werden wie dr, gr, br, gl, gn
gesprochen, (drocken-trocken, grank-krank, breisen-preisen-Preußen,
glingen-klingen, Gnochen-Knochen). — Auch der gegenteilige
Fehler, daß man g, d, b vor l, r und n stimmlos spricht, ist nicht
selten und zeigt, daß die Unterschiede zwischen stimmhaften und
stimmlosen Verschlußlauten vielfach verwischt sind. Man hört
oft Krenze für Grenze, plicken für blicken, Krab für Grab, trehen
für drehen u. a. — Auf einen Fehler, der hier und anderswo
sehr häufig ist, muß noch besonders aufmerksam gemacht werden,
das ist die nachlässige Behandlung der Endsilben. Sie führt
dahin, daß die Rede undeutlich wird, sie verhindert die Bildung
des Gefühls für die richtigen Biegungsformen und gibt dadurch
Anlaß zu den unglaublichsten Fehlern beim Sprechen und Schreiben.
Besonders die Silben ten, den, sen u. a. werden meist so verschluckt,
daß man nicht mehr hört, ob es de oder den, se oder sen, me oder
men heißt. Daher sind Ausdrücke wie „die fremde Kinder, man
baute ein Altar, dem kranke Vater, du sollst mich liege lasse, ich
sah ein gefallne Apfel“ gebräuchlich, und es bedarf in den Schulen
unausgesetzter Sorgfalt, diesen schlechten Bildungen entgegen—
zutreten.
III. Geschlechtswörter.
Eine große Anzahl von Dingwörtern erhält in der Mundart
ein anderes Geschlechtswort als im Hochdeutschen. Nun ist es