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4. Sie zeigen sich besonders darin, daß die Mundart in der
Verwendung der Abteilungssilben sehr sparsam ist. Dagegen
wird von der Zusammensetzung, namentlich der Dingwörter, ziem—
lich häufig Gebrauch gemacht.
5. Die Satzbildung der Mundart zeichnet sich durch Einfach—
heit aus. Doch gibt es auch hierbei Eigenheiten, die dem Lehrer
bekannt sein müssen, weil er sie, da die Schriftsprache sie als falsch
bezeichnet, bekämpfen muß. (Die Mutter, die hat mich hinge—
schickt. Ich weiß, wie breit daß die Mosel ist. Der Mann, der
wo auf dem Hofe geschafft hat, hat es mir gesagt. Ob (ehe) du
gehst, muß deine Arbeit fertig sein).
IJ. Selbstlaute.
1. a. Es wird hier in Nachahmung der pfälzischen Aus—
sprache das a vielfach mit nasalem Beiklang gesprochen. Dies ge—
schieht namentlich dann, wenn n, m, l, r darauf folgen. Das
deutsche a wird ohne jede nasale Beimischung gesprochen. Auch
der sehr schlimme Fehler, daß man in Verbindungen, worin das
a kurz ist, dieses dehnt und dadurch dem Nasallaut Vorschub leistet,
kommt oft vor.
In Wörtern wie Anfang, anfassen, — zahm, Rahmen, Fahne,
Bart, dar, Markt, — Zahn, Rad, Ball wird das a vielfach
nasaliert; dadurch entsteht unreines, schwer verständliches Sprechen.
— Eigentümlich ist die oft vorkommende Färbung des a nach o;
man spricht fast verroden (perraten), Schwor (Schwager), no (nahe),
klor (klar), emol (einmal), Hoor (Haar), Stroß (Straße), Owend
(Abend), gefrot (gefragt).
2. o. Auch bei der Aussprache des o macht sich die nasale
Beimischung voren, m, r, l und anderen Lauten oft bemerkbar.
Damit hängt zusammen die noch störender wirkende hohle Aus—
sprache des o, die dadurch zustande kommt, daß der weiche Gaumen
und die hintere Zunge sich zuviel nähern, wodurch der Tonstrom
im hinteren Gaumen gestört wird.
So werden die Wörter ohne, Dom, Sohle, Wort, fort, Korn,
meist mit nasalem Beiklang und gedrücktem o gesprochen. Die
Annäherung des o an u kommt vor in Sonne, Vogel, Bohne,
Kanone, schon, Ohr, Kohl.