Full text : Chronik von Oberbexbach u. Frankenholz

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Schluß.

Wohlstand schaut jetzt aus allen Fugen und macht so
unser Bergmannsdorf einen recht behäbigen Eindruck. Wenn
auch durch den sich immer steigernden Wohlstand die
Lebensbedürfnisse steigen, so steckt doch im ganzen ein gesunder
Kern in unserer Bevölkerung. Fast jeder Bergmann sucht sich
ein eigenes Heim zu schaffen, auch Raiffeisen-Vereine und
Distriktssparkasse Homburg, bei denen viele hiesige Familien
schöne Spareinlagen gemacht, geben Zeugnis hievon. Nicht un—
erwähnt soll bleiben, wie viel Gutes auch schon die Invaliden-,
Altersrenten- und Krankenkassen besonders aber die Bergmanns—
pensionskasse gewirkt haben und noch wirken; auch das sonstige,
überreich entwickelte Vereinsleben läßt auf regen Sinn, gute
Zeiten, sowie unverwüstliche Lebensfreude schließen.
Aber auch seine tief religiös-kirchliche Gesinnung, sowie
Sinn für Wohltätigkeit hat sich unser wackeres Bergmanns—
völkchen bewäahrt; ebenso zieren treue Liebe und Anhänglichkeit
zum bayerischen und deutschen Vaterlande, Liebe zum Herrscher—
hause Wittelsbach, Liebe zum obersten Schutzherrn des deutschen
Reiches, Liebe zum deutschen Kaiserhause unsere Arbeiter—
bevölkerung.

Patriotische Feste werden gern und unter allgemeiner Be—
teiligung gefeiert.
Möge auch fernerhin ein gütiges Geschick unserm Ober—
bexbach beschieden sein.
Welche Wandlung gegen früher mit Zehnten? wie der
geneigte Leser aus den bisherigen Ausführungen ersehen und
doch klagt man über die hohen Abgaben. Aber auch die gute,
alte Zeit kam ohne solche nicht ans und — was hat sie den
Bewohnern dafür geboten? Da war weder Weg noch Straße,
weder Post noch Eisenbahn, weder Telelegraph noch Telefon
oder sonst eines unserer jetzigen VBerkehrsmittel. Der Wohl—
fahrtseinrichtungen, Altersfürsorge ꝛc. — gar nicht zu gedenken.
In dieser Beziehung war also die alte Zeit nicht gut — sondern
schlimm. Kein Geld, keine Arbeit, kein Verkehr, keine Sicher—
            
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