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steckt und die Sensenmänner drückten sich kleinlaut hinter den
Ofen. Von ihrer Kampfeslust, ihrem Tatendurst war nichts
mehr zu merken. Ihr Anführer entkam nach Frankreich, von
wo aus er 1870 ausgeliefert wurde. Vom „Glütigen
Haspel“ erzählt man sich folgendes heitere Geschichtchen: Als
sich die Nachricht vom Einmarsch der Preußen verbreitete,
drangen einige Bürger in seine Wohnung um ihn festzunehmen;
Haspel ergriff die Flucht, scheint aber aus dem Regen in die
Traufe gekommen zu sein. Einige Frauen, darunter Barbara
Hennes, Schwester des alten Hennes Balzer, Frau Gallo, Mutter
des verstorbenen Peter Callo und Anna Maria Ruffing, griffen
den Flüchtling auf und bearbeiteten ihn gehörig mit Bohnen—
stangen. Er wäre gelyncht worden, wenn ihn nicht die Bürger
Jakob Gerhardt und Nicolaus Breit in die Wohnung des
letzteren gebracht hätten. Wilhelm Kluding, Vater des jetzigen
Bürgermeisters, holte den unbeliebten Mann zum Kammerfenster
heraus und jetzt wurde er unter dem Gaudium der Jugend
nach Mittelberbach verbracht und dem Regierungkommissar
übergeben.
Die Eröffnung der Eisenbahn — 1849 — bot den preuß.
Kohlengruben neue Absatzgebiete und da die gesteigerte Nach—
frage die Erschließung neuer Kohlenfelder erheischte, konnten
auch bayerische Unterthanen als Arbeiter auf den fiskalischen
Gruben anfahren. Von Namen derjenigen Bürger, die sich
zuerst dem Bergbau im Saarrevier widmeten, sind zu nennen:
Jakob Kluding, Jakob und Johann Ruffing u. a. m.
Auch die in Betriebsetzung der bayer. Grube in den 50iger
Jahren bot ebenfalls vielen hiesigen Bewohnern Arbeitsgelegen—
heit und damit Verdienst. Hier wären zu nennen: Schneider
Jakob, Honecker Ludwig 1. und 2., Fuchs Karl, Ihl Nicolaus,
Eckerle Nicolaus, Wagner Jakob, Kirschhock Jakob und
Theobald, Stein Adam und Frit Stein.
Wenn sich jetzt auch die Verhältnisse etwas besserten,
Wohlstand konnte man's immer noch nicht nennen.
187071.
Das Jahr 1870 kam und damit der deutsch-französische
Krieg. Manch' fürsörglicher Familienvater, manch treu besorgtes
Mütterlein mag tränenden Auges dem scheidenden Sohne die
Hand zum Abschiede gedrückt und angsterfüllten Herzens der
Zukunft entgegen gesehen haben. Wie wirds uns ergehen?
Werden die Franzosen herüber kommen und wieder alles zer—
stören? All' die Greueltaten der früheren Kriegszeiten wurden
jetzt wieder ins Gedächtnis gerufen und da gerade die Grenz—