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Bis zum Jahre 1790 war Bexrbach noch Meierei. Durch
Dekret des Fürsten Ludwig, gegeben Ludwigsburg, den 16.
Juli 1790 wurden die einzelnen Meiereien der Grafschaft auf—
gehoben und besserer Verwaltung halben zu Schultheissereten
bereinigt. Aus den Meiereien Neunkirchen, Bexbach und Wiebels—
kirchen wurde die Schultheißerei Neunkirchen errichtet und diese
dem Schultheiß Heß zu St. Arnual übertragen, gegen eine
Besoldung von 242 fl, halb aus der Generalkasse, halb aus
der Ottweiler Landeskasse, nebst den gewöhnlichen Accidenzien
eines Schultheißen.
gez.: Ludwig, F. z. N. S.
Allem Anscheine nach haben die französischen Revolutions—
kriege wieder neuen Zuzug gebracht. Um den Fremden die
NRiederlassung zu erschweren und den Ort vor dadurch bedingten
Armenlasten zu bewahren, sahen sich die Bürger veranlaßt, 1792
folgenden Beschluß zu fassen:
Haben wir unterschriebene Sämtliche Oberbexbacher
Gemeinsleute verglichen, bey öffentlichem Gemeine ver—
glichen, daß ein Gemeins Manns gebohrnes Kind in dem
Dorf Oberbexbach die Gemein und das gemeine Recht
vom Vater soll erben, es sei Manns- oder Weibsperson,
dafür müssen sie Einstand bezahlen, wie bei Homburg vor
dem Austausch gewesen ist und gehalten worden ist. Und
muß ein jeder, der die Gemein hat und annehmen will,
muß den gemeinen Schütz- und Hirtenhäuser und Fasel—
vieh auf die Mannschaft unterhalten helfen. Und was
die Fremde anbelangt, muß ein jeder 300 fl Vermögen
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amt und Weisenschreiber schriftlich beibringen und der
Bemein vorweisen, wenn er das Gemein Recht will haben.
Oberbexbach, den 10. Januar 1792.
gez.: Johannes Bach, und die übrigen
unterschrieben.
So war's in der guten, alten Zeit!
Mit Ausbruch der französischen Revvlution begann auch
für unsere Gegend eine neue Zeit.