Full text : Chronik von Oberbexbach u. Frankenholz

33 —

WMeierei Besbach.

Nach der Generaltabelle der Grafschaft Ottweiler vom
Jahre 1760 bestand die Grafschaft aus 8 Meiereien, u. a.
aus der 1755 eingetauschten Meierei Bexbach. Die
Unterthanen sind leibeignen.
Die Fruchtzehnden und Waldungen gehbren gnädigster
Landesherrschaft.
Oberbexrbach hatte 267 Einwohner und zwar; 28
Lutherische, 8 Reformierte, 62 Katholische, 139 Kinder, 14 An—
verwandte und 21 Gesinde; darunter waren 44 Ehen, 4 Witben.
Nach dem Berufe: 28 Ackersleute, 2 Hofbesitzer, 2 Hinter⸗
sassen, 10 Taglöhner, 1 Zöllner, 1 Wirt, 3 Hirten und 13
Handwerbkerprofissionen, unter letzteren waren 6 Leineweber, 1
Müller. 2 Schmied, 3 Schneider, 1 Schuhmacher und 1 Wagner.
In Oberberbach standen 40 Häuser; ) man hatte 65
Zugtiere (Pferde, Ochsen)!!

*) Diese waren von Lehmfachwerk, ohne steinerne Unterlage, her—
gestellt. Auf ebener Erde lagen als Unterlage starke Eichenbalken, worauf
das Ganze ruhte. Das Haͤuschen von Witwe Johann Ruffing beim
Schulhause zeigt noch die ursprüngliche Bauart, die Untermauerung des
westlichen Gibels ist neuern Datums. Auch das Haus von Georg Welter
beim Trog hat auf der Hinterfront noch die alte Bauart. Gleichen
Alters und Stiels waren die Häuser von Christian Schmidt beim Trog
(1700) Fuchs im Hof 1721, Honnecker und Lamber. Das Haus von
Johann Hennes (Schweser) 1769. Wagner's alte Haus (ietzt Johlke) in der
Hauptstraße, erbaut 1797, war ebenfalls massiv. Das alte Wohnhaus
Kluding jetzt Glas, 1821 von Stein. Das Haus von Gerber Pirrung
trägt die Jahreszahl 1811. Die alten Häuser von Weiland, jetzt Wirtschaft
 Collmar, Karl Hennes, Bäcker, Gustav Ruffing und Kaisers — altes
Lehmfachwerk. An Stelle des Wohnhauses von Jakob Ecker, bei Haufer's
Haus, war ein altes Blockhaus, Balken auf Balken gelegen, die Fugen mit
Lehm ausgefüllt. In der Hirtengasse standen kleine, elende Häuschen von
Lehmfachwerk. Gelegentlich des Ausgrabens der Fundamente zum Fasselstall
in der Hirtengasse wurde ein Brunnen bloß gelegt, von dem die ältesten
Leute keine Ahnung hatten. Der Brunnenschacht ist circa 15 m tief in
Felsen gehauen; die Felswände sind mit Tritten, Foßlöcher verfsehen. so
daß man bequem ohne Leiter in den Schacht steigen kann.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.