Full text : Chronik von Oberbexbach u. Frankenholz

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die Schatzungen, d. h. die Erträgnisse der einzelnen Orte, unter
Zuziehung der gemeindlicher Meier und Gerichtsmänner, fest—
gestellt.

Nach dem Berichte vom 12. Februar 1754 bestanden die
Gefälle in Oberbexbach in:
Erbzins von Oberbexbacher Mühle (Hochwiesmühle), Wein—
schank allda auf drei Jahre verpachtet.
Den kleinen oder Gerichtszehnden hat der lutherische Pfarrer
zu Homburg.
Die Herrschaft hat den Lämmer- und Repszehnden. Lehns—
gelder von Hochwiesmühle 30 fl. Daselbst eine ansehnliche Erb—
standsmühle mit einem starken, dazu gehörigen Gute, die Hoch—
wiese genannt.

Sie haben auf dem zweibrückischen Frankenholzerhofe Rau—
weid, gegen Geld Holzberechtigung im Zweibrücker Walde
Frankenholz.
Nach der Grenzbeschreibung und Grenzgerechtigkeit vom
Dorfe Oberbexbach im Jahre 1725 von Aktuar Gärtner-Homburg
beginnt die Grenze beim Damm an der Wogswiese, allwo die
3 Orte Ottweiler, Ober- und Mittelbexbach zusammenstoßen, also
an der Stelle bei der Hochwiesmühle, wo heute noch der große
Grenzstein am Wege bei der Schulwiese stehet, von da unter
dem Damm durch die Wogswiesen an den Stein (steht auf
Ottw. Seite am Waldsaum) dann weiter in den Feilbach zum
Stein, hart an der Feilbachermühle (Hochwiesmühle) (steht neben
am Wege so nach Waldmohr gehet in der Wiese), von da
weiter dem Feilbach nach zur Hobwies (Hofwies, Herren—
wies) 83 Ruthen und weiter zum Damm am untersten Forellen⸗
weiher 97 Ruthen — jenseits des Forellenweiherdammes steht
die obere Feilbachermühle (Hubigsmühle) also ungefähr 650 m
von der untersten (Hochwiesmühle) entfernt, von da rechter
Hand dem Weiher nach 11 Ruthen 10 Schuh ein Stein, dann
weiter 33 Ruthen 8 Schuh ein Stein, steht am Damme (ziemlich
in der Mitte desselben) des obersten Forellenweihers, also da,
wo der Pfad über's Wiesental nach Jägersburg-Waldmohr
führt ꝛc. ꝛc.

Daß an gedachter Stelle wirklich eine 2. Mühle stand,
geht daraus hervor, daß Schullehrer Mahr, der 1792 die Ab—
schrift obgedachter Urkunde betätigte, keine Bemerkungen hiezu
machte; auch Frei Beschreibung des Gerichtsbezirks Zweibrücken“
führt diese Mühle als Hubigsmühle, die in der Hobwies ge—
legene, an. Die Generaltabelle von 1758 führt freilich nur
1 Müller, aber 2 Hofbesitzer für Oberbexbach an.

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