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Ursach, weilen als faule Leut in der Zeit vor der Arbeit ge—
flohen, und einige fremde Leute, die sich auf Betreiben des
Landschreibers Debell zu Zweibrücken in Höchen ansiedelten,
auch nicht den geringsten Heller abstatten und bei all zu großer
Armut nicht eine Baracke zu weg bringen konnten.
Nach dem Merkbuche der kath. Kirche zu Mittelbexbach,
ergänzt durch Auszüge aus dem Kirchenbuch zu Ottweiler, wohin
von 1640-–1686 die Katholiken der Bexrbachorte eingepfarrt
waren, war Bexbach fast menschenleer; das alte Kirchlein war
unversehrt. Im obgedachten Zeitraume sollen jährlich 1, selten
2 Taufen stattgefunden haben; ein Beweis, daß die kath. Be—
völkerung sehr dünn war. Protestantische Familien waren eben—
falls wenige vorhanden; nach dem 30jährigen Kriege wurde laut
Kirchenbuch der Kirche zu Homburg im Jahre 1673 die 1. Taufe
in der Kirche zu Bexbach vorgenommen und im Kirchenbuch der
lutherischen Pfarrei Neunkirchen wurden für Oberberbach von
1665—1690 7 Sterbefälle und von 1666 -1704 8 Taufen
eingetragen.
Auch die Raubkriege Ludwigs 14. von Frankreich brachten
neues Unheil über unsere Bexbach Orte. Von 1679 bis 1697
standen die Grafschaften Saarbrücken, Ottweiler, Homburg und
Zweibrücken unter französischer Herrschaft.
Intendant der Saargegend, mit unbeschränkter Gewalt
war Anton Bergeron de la Coupilliere; er hatte seinen Sitz in
Homburg. Er nahm den wenigen evangel. Bewohnern ihr altes
Kirchlein ab und übergab es den Katholiken. Die Evangelischen
wurden nach Limbach, bezw. Homburg und Neunkirchen ein—
gepfarrt. — 1680/86 wurde Bexbach kath. Pfarrei; zu den alt
eingesessenen Bewohnern gesellten sich nach dem Kriege zurück—
gebliebene Niederländer, Franzosen ꝛc., daher die Familien—
Namen Colla, Cloutin, Corbe, Pierron, Rouffin ꝛc.
Die Bevölkerung haätte immer noch sehr unter der Ungunst
der Verhältnisse zu leiden und war die Zunahme derselben sehr
gering; so ergaben sich beispielsweise protestantischerseits von
1701 - 1731 nur 35 Taufen, 1732 - 48 — 48 Taufen und von
1757 — 1780 — 23 Taufen — in 80 Jahren also 106
Geburten.
Oberbexrbach von 1719 1750/54
Errichtung der J. Schule.
Trotz der mißlichen Verhältnisse waren die wenigen Be—
wohner von Oberbexbach bedacht, ihrer Jugend Erziehung und
Bildung angedeihen zu lassen und schon 1719 wurde hier die