mit ihren Insiegel bekräftigt und jedem fürstlichen Teil eine zu—
gestellt worden.
Geschehen zu Limbach, den 28. Juni 1581.
gez.: (L. 8.) Christoffel Landschadt von Steinbach.
Wilhelm Franz von Geispolzheim, Deutschbezirk
zu Lothringen.
Friedrich von Steinkallenfels (zu Bundenbach).
Heinrich Schwebel, Or. der Rechte.
Johann, Graf zu Löwenstein.
Johann Keller, Schultheiß zu Frankfurt a. M.
Johann Crof, Or. der Rechte.
Von besonderem Interesse dürfte es für den Leser sein zu
erfahren, daß zu jener Zeit auf der bayerischen Grube schon
Kohlen gegraben wurden. 1600 tritt nämlich Zweibrücken seine
Rechte von Bexbach nebst Grube an Saarbrücken ab, behält sich
aber Kohlenrechte in der Weise vor, daß Zweibrücken Kohlen
von der Grube bei Mittelbexbach erhält pro Wagen um zehn
Albus. (1 Albus ist 2 Kreuzer.)
1580 amtierte in Bexbach Pfarrer Messerschmied, 1602
Fornicarius und von 1613 ab der evangelische Pfarrer Nicolaus
Groß(en), der 1625 aus der Amtskasse Homburg 19 fl. Gehalt
empfing; für Mitversehen der Kapelle zu Wellesweiler in den
Jahren 1613, 1619, 1622, 16028 und 1624 erhielt er 5 fl. aus
der Amtskasse Ottweiler. Ende des 16. Jahrh. (1580 - 1600)
hatte Pfalz-Nassau, also Zweibrücken, 5—6 Untertanen in Ober—⸗
berbach.
Die Seit des 30jährigen Krieges.
Es paßt nicht in den Rahmen einer Ortschronik, die aller—
wärts vorgekommenen Leiden und Drangsale des schrecklichen,
30jährigen Krieges aufzuzählen und sollen daher hier nur die—
jenigen Greueltaten erwähnt werden, die unsere Gegend be—
rührten.
Gleich bei Beginn des Krieges, 1620/21, durchstreiften
kaiserliche Truppen, Spanier und Niederländer, raubend, mor—
dend und plündernd die Gegend zwischen Kusel und Zweibrücken.
Kleinottweiler hatte z. B. 1609 — 133 Seelen, aber 1624 nur
mehr 82 Seelen. Nach Kampfmann (westpfälz. Blätter) wurde
Berxbach 1625 durch Fugger'sche Truppen eingeäschert. 1626
plünderte Graf von Schlich das Tal am Fuße der nassauischen
Feste Homburg; Beeden wurde zerstört, alles bewegliche Eigen—
tum wurde fortgeschafft.