denz; beide Parteien einigten sich; die Hohenburg blieb in
gemeinschaftlichem Besitßz von Zweibrüchen und Nassau-Saar—
brüchen. Kaiser Sigismund gab hierauf 1415 dem Grafen
Philipp von Saarbrücken die Hohenburg zu Lehen. Veldenz
hatte seinen Anteil an der Grafschaft Hohenburg an Zweibrücken
abgetreten.
Graf Ludwig von Saarbrücken verheiratete sich mit Elise,
der Tochter des Herzogs von Zweibrücken, welche ihm die
andere Hälfte der Hohenburg als Mitgift (Heiratsgut) brachte;
von 1492 ab war nun Nassau-Saarbrücken Alleinbesitzer der
Hohenburg, selbstverständlich nebst den dazu gehörenden Hoheits—
rechten der Grafschaft Homburg.
1574 gingen die Besitzungen des Grafen Johann von
Saarbrücken an Nassau-Weilburg über; Graf Albrecht von
Nassau-Weilburg erhielt unter anderm die Grafschaften Ottweiler
und Hohenburg mit allen Gerechtsamen. Bei Aufnahme ob—
gedachten Bannbuches vom Jahre 1547 wurden all die Orte,
die früher zur Grafschaft Homburg gehörten, als dem Herzog—
tum Zweibrücken gehörend, aufgeführt, also auch Oberbexbach; es sind
dies die *9, welche 1755 von Nassau-Weilburg an Zweibrücken
und 1757 an Nassau-Saarbrücken ausgetauscht wurden; die
übrigen 5/9 v. Oberbexbach gehörten 1547 noch dem Deutschorden.
Oberbexbach war und blieb ein Zankapfel zwischen Zwei—
brücken und Saarbrücken; 1600 trat Zweibrücken seine Rechte
oon Oberberbach an Saarbrücken ab, troßdem verzichtete schon
1603 Graf Ludwig von Saarbrücken auf Berxbach, der ewigen
Spänne wegen; das sind jedenfalls die 5/9 Anteile von Bexbach
die Graf Johann 1558 vom Deutschorden eintauschte. Dieser
Verzicht scheint nicht perfekt geworden zu sein, denn während
und nach dem 30jährigen Kriege gehörte Oberbexbach zu Nassau—
Saarbrücken- und Nassau-Weilburg; auch David König, Rendant
von Zweibrücken, der 1677 eine Beschreibung des Herzogtums
Zweibrücken verfaßte, in welcher alle zum Herzogtume gehörenden
Orte, nebst deren Leiden während des Krieges, ihre Bevölkerungs—
zahl, Renten und Gesälle, aufgeführt sind, führt Oberbexbach
nicht an.
Zeitalter der Reformation.
Das 16. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Reformation.
Herzog Ludwig 2. von Zweibrücken (1528 —51532) führte in
seinem Lande die Reformation ein und schon 15335 schloß sich
Berbach der reformierten Kirche an. 1552 wirkte in Berxbach
der reformierte Pfarrer Marius.