Full text : Chronik von Oberbexbach u. Frankenholz

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Oberbexbach, beginnend an der Oberberbacher-Ottweiler-Mittel⸗
bexbacher Grenze bei der Hochwiesmühle, der Banngrenze
zwischen Mittel- und Oberbexbach nach durch Brückweiher, Drei—
weiher, über die Hochstraße hinab zum Schelmental bis in den
Berbach, diesem nach bis ins Dorf Oberbexbach an Bekkers—
Haus, also ungefähr beim Ortsbrunnen, (Schmelzers oder
Dirlers (Schmidt) Haus), hinter diesem vorbei dem Wassergraben
nach zum Brunnen (bei Fries) weiter zum obern Brunnen
(Gerberei Pirrung) von da in die Hohl im Stock, bis auf die
Hochstraße, dieser nach bis aufs Kreuz am Höcherweg, diesen
weiter in die Höcherbach, dem Buchwald entlang zur Dirrwies
(Dürrgraben) von da nach der Gewann Geisenfeld Geisen—
brunnen) der Gewann entlang und hinten herum zur Schäfer—
wiese, von da herauf auf die Hohl auf der Hochstraße, dieser
nach bis zum Hochwiesmühlerweg, demselben nach bis jenseits
der Mühle an der Ottweiler Grenze, von da zurück zum Ge—
markungsstein bei der Oberbexbacher Schulwiese, wo begonnen
wurde; den Teil von der Schäferwiese bis zur Hochwiesmühle,
also was links an der Hochstraße und Hochwiesmühlerweg
gelegen, hatte Zweibrücken gemeinschaftlich mit Breder von
Hattweiler (Jägersburg). Alles Land rechts vom Bexbache
gehörte dem Deutschorden, desgleichen die Gewannen Feihelbach,
Volloch, Forellenweiher mit Hochwald; im Hochwald hatte
Zweibrücken Jagdanteil. Die Oberberbacher hatten Rauhweid
bis zum Wirsberg (Wasserberg), ) für welche Begünstigung jeder
Nutznießer in der Ernte gnädigster Herrschaft einen Tag schneiden
mußte. Nach dieser Urkunde hatte Oberbexbach 5 Familien
(Bauern).

Bis zum Jahre 1340 gehörte vorgedachter Besitz dem
Grafen von Homburg. Graf Friedrich verstand es aber ebenso
wenig, wie seine Vorfahren, Ausgaben und Einnahmen ins
rechte Verhältnis zu bringen und mußte deshalb, um aus der
Geldverlegenheit herauszukommen, seine Besitzungen in Oberberx⸗
bach ꝛc. an den mächtigen Erzbischof Balduin von Trier ver—
pfänden. Seine Nachkommen verpfändeten bezw. versetzten
sogar ihre Stammburg. Von ungefähr 1412 ab waren Graf
Johann von Homburg, der Herzog von Zweibrücken, der Pfalz—
graf von Veldenz und die Gebrüder Gymmenich im gemein—
schaftlichen Besitz der Hohenburg. Graf Philipp von Saar—⸗
brücken, der mit Gebr. Gymmenich in Fehde lag, besiegte diese und
nahm ihnen ihren Anteil an Homburg ab; 1413 kam es wegen
der Burg abermals zur Fehde zwischen Graf Philipp von
Saarbrücken und den Mitbesitzern von Zweibrücken und Vel—
*) Siehe Frankenholz.
            
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