Full text : Chronik von Oberbexbach u. Frankenholz

1318 vermacht Heinrich, Ritter, genannt von Thedingen
dem deutschen Hause zu Saarbrücken seinen Hof nebst Mühle
an der Vulenbach; ist jedenfalls die Hochwiesmühle, die auch
Vogelbachermühle, vielleicht Feihelbachermühle genannt wurde.
1320 vertragen sich Bruder Jakob, Provinzial des
deutschen Ordens in Lothringen und Nicolaus von Homberch,
Rektor der Pfarrkirche Limpach, über das Recht der vor—
genannten Kirche auf den kleinen Zehnten in dem bei Mittel-—
bexbach liegenden Hofe Vulenbach, welcher in die Pfarrei
Limbach gehört. *)
Unterm 29. Dezember 1296 vermachte der Ritter Heinrich
v. Tedingen in seinem Testamente dem Deutschorden seinen Hof
bei Beckensbach und die Mühle, genannt Fuhlenbach ielleicht
Feihelbach, Vohloch).*)
Am 12. Januar 1309, als am Montag vor dem Sonntag
nach Epiphaniä, bekennt Landolf, Ritter v. Beckensbach, in der
Meger Diözöse, daß er an allen Alodialgüter in — Beckensbach ꝛc.
und deren Bann, welche den Brüdern des Deutschordens bei
Saarbrücken, von dem Herrn Nicolaus, seinem Oheim und
Johann, dem Bruder des Landolf zu ihrem Seelenheil geschenkt
worden, besteht: an dem gesamten Nutzen an Allem, diessfeits
und jenseits der Blies, — an Hörigen, Wohnungen, Wiesen,
Wasser, Fischen, Wald, Mühlen, alles zusammen geschenkt hat
— er (andolf) hat nur den 4. Teil und nicht darüber. Landolf
selbst oder die Seinigen dürfen weder jetzt noch später auf keine
Weise sich mehr Rechte anmaßen.
Ebenso hat unterm 25. Januar 1309 Ritter Landolf, Sohn
des verstorbenen Ritters Johann Landolf v. Beckensbach erklärt,
daß er dem Deutschorden bei Saarbrücken“** all sein Eigentum
in Beckensbach mit Mittelberbach ꝛc. übertragen habe.

* Aus Kampfmann, Wüstungen in der Westpfalz.
**) Fuhlenbach — Fulnbach — Feilbach — Fäulbach — Faulwasser—
Sumpf — nach Max Rud. Ehrenberg, Chronik von Hechingen.

***) Der Ritterorden Deutscher Orden, einer der 3 geistlichen
Ritterorden, entstand z. Z. der Kreuzzüge. Der eigentliche Gründer dieses
Ordens ist der Hohenstaufe Friedrich v. Schwaben. Die Mitglieder sollten
dem deutschen Adel entstammen. Als Zweck des Ordens wurde bestimmt:
Krankenpflege, Beschützung des Königreichs Jerusalem und Bekämpfung
der Ungläubigen (also Ausbreitung und Schutz der christl. Religion).
Unter Kaiser Friedrich 2. erlangte der Orden seine größte Macht; der—
selbe schenkte dem Orden große Güter in Deutschland und Italien, wo
hingegen der Orden sich verpflichtete, die kaiserl. Macht zu schützen. Der
Orden gründete allenthalben Städte und Dörfer und pflegte auch deutsche
Sitten und Einrichtungen. Metz war Sitz eines Landes-CTomturs: Saar—
brücken und Zweibrücken waren Comturen.
            
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