(Kreisarchis Speyer, Herzogtum Zweibrücken 1 B.
Fasz: 255 8. 29).
Im 5. Jahrhunderte n. Chr. durchzogen die Burgunder
und ihnen nach die Alamannen die Pfalz. Die von den
Römern angelegten Kastelle wurden zerstört und Alles dem
Erdboden gleich gemacht. Die Franken machten nicht bloß der
400jährigen Herrschaft der Römer ein Ende, sondern schlugen
bezw. vertrieben auch unter Chlodwigs Führung die Alamannen.
Die Sieger nahmen das Land in Besitz; sie ließen sich in den
furchtbarsten Gegenden unserer Pfalz nieder und wo wir Orts-—
namen mit den Endsilben „heim, stadt, hof, stein“ finden,
können wir auf fränkische Ansiedlungen schließen z. B. Weben—
heim, Frankenstein. Alamannischen Ursprungs sind Ortsnamen
auf „ingen“ z. B. Ehslingen, Dietrichingen.
(Die Orte aus der fränkischen Zeit (vom 6. Jahrh. n.
Chr. an) verdanken ihre Namen meistens dem Gründer bezw.
dem Besitzer dieser Orte; an die Familiennamen wurden Grund—
wörter der verschiedensten Art gehängt, als: Burg, heim, weil
weiler) ingen; ferner wurde bei Bestimmung der Namen Rück—
sicht genommen auf die Lage der Niederlassung, ob im Tale,
auf dem Berge, am Bache ꝛc. Beckencbach); Frankocholz).
In dem eroberten Lande richteten sich die Franken häuslich
ein. Steuern hatte der freie Mann nicht zu zahlen; deswegen
behielten die Franken auch von dem eroberten Lande das beste
ür sich. Für diese Begünstigung mußte der freie Mann seinem
Könige auch unentgeltlich dienen. Einen großen Teil des
eroberten Landes beanspruchte der König für sich und gründete
Meierhöfe; auch wurden viele freie Männer, die sich im Kriege
auszeichneten, mit ausgedehnten Ländereien bedacht; diese so
reich beschenkten, errichteten ebenfalls Meiereien (Bauernhöfe)
and ließen dieselben durch ihre Knechte CGeibeigenen) oder
durch Hörige gegen Entrichtung von Zensten (Zinsen, Lehens—
gelder) bewirtschaften.
Das Volk bestand nämlich aus Freien, Hörigen (Halbfreie)
und Unfreien (Leibeigene). Letztere waren rechtlos; sie waren
gewertet, wie das Vieh. Handwerker, Jäger und Winzer
Weingärtner) waren unfrei, aber nicht rechtlos. Die Bewohner
von Oberbexbach waren, wie aus den nachfolgenden Ausführungen
ersichtlich, Leibeigene. —
Das Pfälzerland wurde in 4 Gaue geteilt. Unsere Gegend
gehörte zum Bliesgaue; ein großer Teil des Landes in
diesem Bezirke war im 8. Jahrhundert dem frommen fränkischen
Grafen Warinher (Wernher) eigen. Er berief den Glaubens—
hoten Pirminius, der seinen Leuten das Christentum verkündigte,