11. Heinrich August Schäfer, vom 1. September 1891 bis
15. Oktober 1898. Lebt als Pfarrer in Rüssingen.
12. Karl Kapesser, vom 16. Oktober 1893 bis 16. Februar
1896. Heute ist er Pfarrer in Eberstadt GHessen).
13. Adolf Sutter, Vikar vom 16. Februar 1896 bis 16. Ok⸗—
tober 1900, Pfarrverweser vom 16. Oktober 1900 bis
31. Dezember 1900, Pfarrrer ab 1. Januar 1901.
Die Pfarrei wurde errichtet durch Allerhöchstes Dekret vom
16. Oktober 1900.
Der Grundstein zur Kirche wurde am 3. Juni 1888 gelegt,
die Kirche selbst am 29 September 1889 festlich eingeweiht. Die
Front ist der Hauptstraße zugewendet, der Stil dem gotischen
verwandt. Das Innere macht einen freundlichen Eindruck, die
Akustik ist sehr gut. Schiff und Empore haben zusammen 750 Sitz-—
und Stehplätze, die an den Festtagen nicht ausreichen. Der Plan
ist entworfen von Prof. Dr. Levy-Karlsruhe. Der Bauplatz
(25,90 Ar) kostete 2100 Mk., der Bau 51803 Mk., die innere
Einrichtung 13878 Mk.; davon kostete die 1892 aufgestellte
Orgel von Voit K Söhne in Durlach 5650 Mk.
Der Voranschlag der Kirche wurde um 10000 Mk. über—
schritten, da die Umfassungsmauern hergestellt und beim Bau
geschliffene Steine verwendet wurden.
Der Bau des Pfarrhauses, dessen Plan vom Bezirksbau—
meister Löhmer in Homburg entworfen wurde, ward 1898 be—
gonnen, August 1899 beendet. Der noch benötigte Bauplatz
(7,70 Ar) kam auf 740 Mk., der Bau auf 15872 Mk. zu
stehen. Gegenüber dem Voranschlag wurden 1372 Mk. mehr
ausgegeben.
Am 10. Februar 1907 wurde die prot. Pfarrei Höchen
errichte und am 2. Juni 1907 durch Pfarrer Bender beseßtt.
Ihr wurde Frankenholz, bislang Parochialort der Pfarrei
Mittelbexbach, zugeteilt. Hatten doch die Protestanten von
Frankenholz einen weiten Weg zum Gotteshaus nach Mittel—
bexbach.
Die Zahl der Protestanten von Oberberbach betrug: 1865
374 Seelen, 1895 (inkl. Frankenholz) 840 Seelen, 1905 (inkl.
Frankenholz) 1609 Seelen, 1910 (ohne Frankenholz) ca. 1200
Seelen
Als Presbyter der Pfarrgemeinde von Oberbexbach wurden
gewählt 1876: Honecker Ludwig, Ackerer, Fuchs Christian,
Ackerer, und Ecker Theobald, Ackerer. Bei der Wahl 1882
und 1888 ergab sich dasselbe Resultat.