Full text : Chronik von Oberbexbach u. Frankenholz

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23. März 1904 Karl Adolf Müller ernannt und am 24. April
1904 durch Dekan Georg Krapp in Landstuhl installatiert. Bei
der Pfarrei Oberbexbach hat das ausschließliche Besetzungsrecht
der Landesherr.
Vor der Trennung von Mittelbexrbach haben die Katholiken
von hier etwa 4000 Mk. für die Pfarrhausbauschuld Mittel—
bexbach freiwillig aufgebracht. Im Jahre 1897 wurde von
Seiten der Katholiken in Oberberbach ein Kirchenbauverein
gegründet, welcher den Zweck verfolgte, die Mittel für die Er—
bauung einer Kirche und eines Pfarrhauses aufzubringen. Der
Verein hat eine sehr rührige Tätigkeit entfaltet und bis zum
Jahre 1910 die Summe von 40700 Mk. aufgebracht.
Der genannte Verein hat im Jahre 1901 in Pirmasens
eine Holznotkirche um 4000 Mk. angekauft, welche einschließlich
der Aufstellung auf 7500 Mk. zu stehen kam. Die Notbirche,
stand auf dem heutigen Kirchenplatze und wurde — nachdem
sie etwa 3 Monate im Rohhau fertiggestellt war — von einem
heftigen Sturme erfaßt und umgerissen. Das Holz wurde ver—
kauft und ca. 2000 Mk. dasür erlöst, das Fundament blieb
stehen. Im gleichen Jahre hat der Kirchenbauverein die Er—
bauung der heutigen Kirche beschlossen, welche im Jahre 1902
nach den Plänen des Bezirksbaumeister Löhmer errichtet wurde.
Die Kirche hat ein Haupt- und Seitenschiff, ist einschließlich
Turm 35 wlang, 14 mebreit und 6.50 m hoch. Der Turm
hat eine Höhe von 30 m. Die Erbauungskosten betrugen
20700 Mk., die Kirchenstühle ꝛc. mit Ausnahme der gestifteten
Gegenstände ca. 4000 Mk. Mit der seinerzeit angekauften
Holznotkirche wurden auch zwei Glocken von Pirmasens
übernommen, welche im Jahre 1908 durch zwei neue ersetzt
wurden. Der Kirchenbauplatz, auf dem sich früher der Friedhof
befand, wurde um 862 Mk. von der politischen Gemeinde an—
gekauft. Als Kirchenpatronin wurde St. Barbara die Schutz—
patronin der Bergleute gewählt.
Bei Errichtung der Pfarrei wurden vom Fabrikrate Mittel-—
bexbach der Kirchenstiftung Oberbexbach 23 gestifteten Jahr—
gedächtnisse, dere älteste aus dem Jahre 1760 datiert und auf
Johann Peter Corbe und Anna Maria Pirrung lautet, mit
einem Kapital von 1809,17 Mk. überwiesen. Aus den Zinsen
erhielt der Pfarrer 44,27 Mk., der Organist 13,18 Mk. Seit
Errichtung der Pfarrei sind bis jetzt 7 Stiftungen hinzugekommen.
Ferner besteht seit 1818 eine durch Heinrich Cola mit 60
Gulden fundierte Rosenkranz-Stiftung, nach der dem Schullehrer,
der während der Fastenzeit täglich mit den Schulkindern den
Rosenkranz betet, 11,3 Gulden gezahlt und 1 Gulden für An—
            
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