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Durch das Entgegenkommen der Frankenholzer Bergwerks—
gesellschaft werden auch bedeutende Kosten erspart. Das Wasser
soll in der Feilbach in der Nähe des „Klingelbrunnens“ durch
ein Bohrloch erbohrt und durch eine Pumpe nach dem der
Grube gehörigen Saugbassin von 120 Kubikmeter Inhalt
gepumpt werden. Von dort wird das Wasser durch die elek—
trische Pumpen-Anlage der Grube und deren Rohrleitung weiter—
gepumpt und durch eine Abzweigung in den Hochbehälter ge—
bracht. Vor dem Einlauf wird es durch einen Wassermesser
gemessen. Vom Hochbehälter soll das Wasser dem Dorfe zu—
geführt und die Leitung in die Häuser direkt bis zum ersten
Wasserzapfhahn einschließlich Wasseruhr auf Rechnung des
Unternehmens ausgeführt werden. Die Kosten des einzelnen
Besitzers sind demnach gering und wäre es zu wünschen, daß
sich unter diesen günstigen Bedingungen alle Hausbesitzer zum
Anschlusse melden. Den elektrischen Strom liefert die Grube
zum Preise von 6 Pfg. pro Kilowattstunde, das Pumpen nebst
Unterhaltung übernimmt sie zum Selbstkostenpreise
Hoffentlich kann die Anlage im Jahre 1911 in Betrieb
gesetzt werden.
b) Wasserleitung Frankenholz.
Diese Leitung wurde im Jahre 1902 vom Bezirksbau—
meister Löhmer-Homburg erbaut Der Kostenanschlag belief sich
auf 22000 Mk. Die Hausanschlüsse wurden von den Besitzern
innerhalb 4 Jahren zurückbezahlt, der Zins hiefür wurde durch
die Gemeindekasse getragen. Die Schuldsumme für das Rohr—
netz sollte in 16 Jahren getilgt werden, da jedoch der Termin
zu kurz bemessen war und Mehrausgaben entstanden sind, wurde
der Termin zur Rückzahlung auf weitere 6 Jahre hinausgestellt.
Das Wasser stellt die Grube Frankenholz aus ihrer Leitung
um den Preis von 10 Pfg. pro ebm. zur Verfügung, sodaß der
ebm. Wasser nebst den Anschlußkosten durchschnittlich auf 28—27
Pfg. zu stehen kommt. Infolge der Anderung des Tilgungs—
planes, wird für die Zukunft auch eine Ermäßigung des Wasser—
zinses eintreten können.
Die Kosten der Hydranten im Betrage von 2000 Mk.,
wurden auf die Gemeindekasse übernommen.
c) Elektrische Beleuchtung.
a) Oberberbach.
Zur Ortsbeleuchtung wurden bisher Petroleumlampen ver—
wendet. Die Bergwerksgesellschaft Frankenholz hat sich bereit
erklärt, dem Orte Oberberbach elektrischen Strom zu liefern und