Ginleitung.
Ueber die Entstehung der Orte Bexbach läßt sich Be—
stimmtes nicht ermitteln. Ebenso läßt sich der Name Bexbach
nicht leicht erklären. Im Volksmunde, also mundartlich „Betsch—
bach“ kommt er vielleicht von betsch — batsch — naß her;
bätsch oder batsch ist volkstümlicher Ausdruck für durchnäßt;
demnach hieß Betschbach das im Sumpf-(Batsch) gelegene, also
Bätsch- oder Betschbach.
In Urkunden erscheint der Name als Beckinsbach, Becken—
bach, Betkenbach, Beckensbach, Betzbach, Beckespach, Betsbach
und Betschbach, vielleicht das im Becken (Talne) gelegene oder
dem Beck gehörend. Die älteste Form Beckinsbach (Lehmann,
urkundl. Geschichte der Burgen ꝛc. im Westrich und Bliesgau)
weist auf den Namen Becklins)-, Beck“hin, welcher Namen als
Personen-Name anzusehen ist; Gotisch-bakja — althochdeutsch
becchio und beeccho — neuhochdeutsch becke. „Betsch“ ist wahr—
scheinlich jzünger als Beck und Bekking. Die dem Namen Beck
angefügte Silbe „in“ bedeutet Nachkommen eines gewissen Beck.
Bexbach dürfte demnach herstammen von einem Bache
oder Tale, wo sich ein Ansiedler namens Beck niederließ und
schon zur Zeit der Karolinger von einem Freien gegründet
worden sein, daher die Namen: Edelknecht Landolf, oder Nie.
Joh. von Beckensbach.
Sollte der Name Berbach das im Batsch liegende be—
bedeuten, so verdienen unsere Bexbach-Orte heute diesen Namen
nicht mehr. Die Sümpfe und Moräste (Molen) sind trocken
gelegt, die Erlen- und Weidengebüsche verschwunden und an
deren Stellen sind üppige Wiesen mit saftigem Graswuchse und
reichtragende Ackerfelder getreten.
Gute Straßen führen durch die jetzt freundlichen Dörfer
und die „schmucken Häuser“ mitunter stattliche, teilweise 2stöckige
Gebäude geben dem Ganzen einen mehr städtischen Anstrich.
Welchem der deutschen Volksstämme unsere Ureinwohner
angehörten, läßt sich auch schwer bestimmen.
Zur Zeit Christi bewohnten unsere Gegend sehr wahr—
scheinlich die Mediomatriker, also Kelten. Diese wurden von