Full text : Chronik von Oberbexbach u. Frankenholz

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fand am 1. August 1908 in Gegenwart des Kgl. Bezirksamts—
assessors Müller, des Bezirksbaumeisters Löhmer von Homburg,
des General-Direktors Schulte-Mäter und des kaufm. Direktors
Travers von der Bergwerksgesellschaft Frankenholz, als Ver—
treter der höchstbesteuerten Firma der Gemeinde, sowie im Bei—
sein des Gemeinderats und der Bürgerschaft statt.

Die 5hhulgebäude.

Die Gemeindeverwaltung hat von jeher bereitwillig die
Mittel zur Erbauung geeigneter Schulgebäude zur Verfügung
gestellt.

a. Oberberbach.
Das erste Schulgebäude war das prot. Schulhaus. Es
wurde im Jahre 1719 von den Protestanten erbaut. Dann
folgt ein von den Katholiken im Jahre 1833 errichtetes Schul—
gebäude (jetzt Wohnung von Lehrer Seiler.) 1834 wurde das
alte prot. Schulhaus abgerissen und an dessen Stelle von den
Protestanten ein neues Schulgebäude errichtet (etzt Wohnung
von Lehrer Viktor).“ 1864 folgte der Anbau an das kath.
Schulhaus (jetzt Wohnung von Lehrer Wilhelm.)
Im Jahre 1883/84 wurde der Hauptbau unseres heutigen
Schulhauses errichtet und die bisherigen Schulsäle zu Lehrer—
wohnungen verwendet.
Schon 1887 mußte der nördliche Anbau und im Jahre
1906 der südliche Anbau errichtet werden. Durch die überaus
starke Bevölkerungszunahme konnte jedoch ein Stillstand in der
Erbauung weiterer Lehrsäle nicht erzielt werden. Es wurde
beschlossen im Jahre 1910/11 auf das Oberberbacher-Schulhaus
ein weiteres Stockwerk aufzubauen, sodaß dieses Schulhaus nun—
mehr 12 Lehrsäle erhält, für welche Zentralheizung projektiert ist.
Schmucklos in seiner Erscheinung und nur durch die Bau—
art und den Anstrich eine gewisse Vornehmheit verratend, deutet
das Schulhaus auf die schnelle Entwickelung der Gemeinde hin.

b. Frankenholz.
Das 1. Sckulhaus (jetzt Wohnung von Lehrer Schrödel)
wurde im Jahre 1852 von den Katholiken errichtet. 1898/94
erfolgte der Aufbau auf dasselbe. Durch die überaus starke

* Während früher die Protestanten und Katholiken ihre Lasten
für Schulhausneubauten allein bestritten haben, wurden durch Gemeinde—
ratsbeschluß vom Jahre 1864 ab die Kosten von der Gesamtgemeinde
getragen. Die Unterhaltungskosten der Schulgebäude wurden jedoch von
seher von der Gesamtgemeinde befstritten.
            
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