Full text : Zur Feier des 50-jährigen Bestehens des Realgymnasiums zu Neunkirchen-Saar

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perkräfte der Kinder zu heben. Die Schularztfrage wurde dadurch bedeu—
tungsvoller. Die Gemeinde hat keine Kosten gescheut, durch Einführung von
Quäkerspeisung und Fortsetzung durch eigene Mittel, durch Eröffnung einer
Waldschule in den großen Ferien, durch Senden der Kinder in Erholung aufs
Land mit Hilfe privater und Kreismitteln durch Abgabe von Solbädern
und dergl. zu heben und hat sehr schöne Erfolge zu verzeichnen.
Die Hemmungen sind teilweise überwunden. Die Hebung der Schule
in Zucht und Ergebnissen ist wieder gesichert. Der neue Zug, der durch die
Schule geht, berechtigt, hoffnungsvoll in die Zukunft zu sehen. Wohl ist man—
hes noch im Fluß und bedarf noch der praktischen Ausreifung, wie auch die
Einführung des franz. Unterrichts zeigte. Doch darf die Schule hoffen, in
absehbarer Zeit alle Hemmungen zum Wohle der Kinder und der Gemeinde
überwunden zu haben.
Die Lehrerschaft unserer Stadt ist bodenständig. Sehr selten kommt
es vor, daß jemand von hier aus noch weiter will. Deshalb finden wir hier
Lehrende von hohem Alter; denn nur der Tod oder die Gebrechen des Alters
zwingen, den Stab aus den Händen zu legen und den Platz einem jüngeren
Kollegen zu überlassen. Der älteste Lehrerveteran unserer Gemeinde ist
vohl der Lehrer Wolf, der nach 46-jähriger Dienstzeit im Jahre 1913 in
den wohlverdienten Ruhestand eintrat. Seine frühesten Mitarbeiter:
sauptlehrer Litzenberger, Lehrer Bosler, Simon, Löwer, und Roos sind
längst dem Irdischen enthoben.
Der älteste noch amtierende Lehrer der Gemeinde ist Rektor Kunkel,
der im Jahre 1881 nach Neuntirchen berufen wurde. Er ist der erste Schul—
leiter des Systems auf der Scheib. Altersgenossen von ihm, die noch im
Berufe stehen, sind die Oberlehrer Johann Peter Hör und Rudolf Klein
und Hauptlehrer Schmidt-Sinnerthal.
Im Ruhestand leben: Rektor Hussong, die Oberlehrer Lander, Mohr,
Groß und Werner, Oberlehrerin Mathilde Gieser und Rektor Weber-Welles—
weiler. Verstorben sind: Rektor Diesinger, der erste Rektor der Falkenstein—
schule, Rektor Bach an der Schloßschule, Leiter des Turnens im Bliesgau,
Rektor Moser, der erste Rektor an der Viktoriaschule und Rektor Jakob
Braun, sein Nachfolger, Rektor Kuhu, der erste Leiter der Bachschule, Ober—
lehrer Hammé, die Oberlehrerinnen Johanna Gieser und Mathilde Böhler,
die Lehrer Schweig, Weirich und Wintrath.
Von den jüngeren Lehrenden sind schon 30 und mehr Jahre in Neun—
kirchen tätig: Rektor Weirich-Wellesweiler, Rektor Klebe-Falkensteinschule,
Oberlehrerin Vogt und Oberlehrer Kümmerling. Auf eine 25—29-jährige
Ortsdienstzeit können zurückblicen: Oberlehrer Krauß und Oberlehrerin
Ludwig-Viktoriaschule, Oberlehrerin Litzenberger-Schloß, Oberlehrerin
Meis-Bachschule, und Oberlehrerin Flaccus-Wellesweiler. 20524 Jahre
sind in Neunkirchen tätig: Schulleiter Büttner-Schlawerie und die Ober—
lehrer Kausch, Keßler, Zeiger, Tschuncky, Stoll, Marschall, Böhler und
Bickelmann. Viele andere stehen an der Schwelle des 20. Ortsdienstjahres.
Es ist ein gutes Zeichen für den Ort und gereicht der Schule und der Ge—
meinde zu großem Vorteil, wenn der Bestand der Lehrerschaft ein fester ist.
Möge es auch in Zukunft so bleiben.
Zum Schluß sei noch bemerkt, daß Regierungsrat Conrad, der Leiter
des evangelischen Schulwesens im Saargebiet vordem Rektor der Bachschule
in Neunkirchen war.
            
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