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8. Prosaschilderung: Aus Ad. Stifters Erzählung „Der Hochwald“.
J. Zweistimmiger Gesang: „So scheiden wir mit Sang und Klang“.
„Von allerlei Käuzen und Torheiten'“ handelte die Jah—
resschlußfeier vom 27. März 1923. Auch hier mag das einzelne genannt
werden, damit die bunte Mannigfaltigkeit solcher Feiern recht verdeutlicht
und für andere Schulen Mut gemacht werde zu ähnlichen Veranstaltungen.
1. „Worte zur Einführung“.
2. Gedichtvorträge: à Chamisso: „Tragische Geschichte“. b) Chamisso: „Der
rechte Barbier“. c) Scheffel: „Der Pfahlmann“.
Chorlied: „Der Bauer und sein Taubenhaus“.
Nacherzählungen: a) „Till Eulenspiegel als Bäckergeseller, b) „Eine
grausame Todesart“ (nach Roseggers „Abelsberger Chronik“), c) „Der
sieben Schwaben Auszug“.
5. Chorlied: „Der furchtsame Jäger“.
z. Vorlesung: aus dem Anfang der „drei gerechten Kammacher“ von
Gottfr. Keller.
Ein hübsches Spiel von den Puppen in der Weihnachtszeit
ließ Dr. Ehlen zur Weihnachtsfeier 1923 von Mitgliedern der Th.-V.
aufführen. Die steifkomische Darstellung der zum Leben erwachten Puppen
erregte viel Freude. (Das Stück ist übrigens in Kurt Busses „Kinderbühne“
enthalten.) —
Zu einer Kantfeier gestaltete sich der Jahresschluß am 12.
April 1924 insofern, als der Pflichtgedanke den Leitfaden bildete. Eine
kurze Ansprache über Kant hielt der Abiturient Hellwald Gaßmann. Fol—
gende Dichtungen wurden gesprochen: Wildenbruch: „Arbeit“. — Schmidt—
bonn: „Helden“. — Jak. Löwenberg: „Auf der Straßenbahn“. — Leo Stern—
berg: „Bedas Tod“. — Gustav Schüler: „Der Letzte“. — Otto Ernst: „Nis
Randers.“ — Goethe: „Worte des sterbenden Faust.“ —
Den Heimatgedanken verband Dr. Ehlen am 31. Juli 1924
sehr glücklich mit der ErinnerungandiegefallenenSchüler. Ge—
dichte, wie „Das alte Haus“ von Hebbel, „Archibald Douglas“ von Fontane
u. a. wechselten mit Gesängen; eine sehr besonnene. gedankenreiche Rede
hielt der Oberprimaner Heinz Ries. —
Der Kinder Weihnachtsfreude beherrschte unsere letzte Weih—
nachtsfeier (23. Dezember 1924), von Studienrat Rothermel vorbereitet.
„Knecht Ruprecht“ von Th. Storm, „Des fremden Kindes heiliger Christ“
aon Rückert, ferner Lieder, wie „Morgen, Kinder, wird's was geben“ und
Knecht Ruprechts Einkehr“ (Jäckel), eine kurze Geschichte („Weihnachten
im Bahnwärterhäuschen“ von Hermine Villinger): alles das stand unter die⸗
sem Grundgedanken. —
Noch eine eindrucksvolle Gedächtnisfeier für die Gefalle—
nen des Weltkrieges vereinigte die Schüler am 28. Februar dieses
JIchres in der Aula. Die Angehörigen der gefallenen Schüler und die
Elternschaft waren eingeladen. Vortragsfolge: 1. Chopin: „Trauermarsch“,
2. „Für uns“ (Gedicht), 3. Wüstenhöfer: „Der Wächter von Czillen“, 4. von
Eisenstein: „Drei Kameraden“, 5. Gesang: „Morgenrot“, 6. Lersch: „Der letzte
Tag“, 7. Ruppel: „Meine Mutter“, 8. Hartmann: „Der junge Gefallene“,
9. Gesang: „Es ist ein Schnitter“, 10. Preczang: „Gefallen ein Mann“, 11.
Petzold: „Vor einem gemeinsamen Soldatengrab“, 12. Siewert: „Der Frei—