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tungen gehören, soweit sie nicht einem einzelnen Lehrer besonders über—
tragen werden. Um der strengen Arbeit eines Jahresdrittels einen feier—
lichen Abschluß zu geben, wird jedesmal eine schlichte Schlußfeier veranstaltet.
So dient gerade unsere Schule der Schulfeier am rechten Orte. Einige dieser
Schulfeiern verdienen, kurz betrachtet zu werden. Den Anfang machte wohl
die Weihnachtsfeier vom 19. Dez. 1919. Dr. Ehlen ließ einen Primaner
als Knecht Ruprecht auftreten, wodurch allgemeiner Jubel hervorgerufen
wurde. Das Schülerorchester trug viel zum Gelingen der Feier bei. — Zur
Enthüllung der Ehrentafel in unserer Aula fsand am 30. März 1920 eine
Gedenkfeier statt, bei der u. a. Schillers „Nenie“, Hebbels „Requiem“,
Meyers „Chor der Toten“, Thanatos“ von Gleichen-Kußwurm und „Einem
Helden“ von Ricarda Huch gesprochen wurden. — Die Weihnachtsfeier
vom 22. Dezember 1920 brachte u. a. zwei Weihnachtserzählungen („Wie „Nr.
16 Mövengrund“ Weihnachten feierte“ von Heins und „Der Tannenzweig“
von Karl Bröger.) Der Oberprimaner Fritz Riehn hielt eine Ansprache
über den Baum als Sinnbild der Weihnachtsfeier. Tertianer spielten ein
kleines Stück „Weihnachten in der Holzhackerhüttens, vom Unterprimaner
Rud. Molter verfaßt. — Die Vortragsfolge der Schlußfeier am 27.
Juli 1901 war der Ballade gewidmet; sie sei hier abgedruckt: 1. „Begriff
und Wesen der Ballade“: einführende Worte. 2. „Edward“, übtr. von Her—
der. — 3. „Nordische Ballade“ von Mac Dowell (Klaviervortrag: Herr
Hoos). — 4. „Die Nibelungen“ von Agnes Miegel. — 5. „Erlkönig“, von
Schubert komp. (gesungen von einem Schüler). — 6. „Welche Gefühle erweckt
in mir die Ballade?“ (kurze Rede des Oberprimaners Rud. Molter). 7. „Die
Glecken zu Speyer“ von M. v. Oer-Loewe (Chorgesang). — 8. „Taillefer“
von Uhland. — 9. „Hie Welf!“ von Strachwitz. — 10. „Die Grenadiere“ von
Heine-Schubert (Einzelgesang). — 11. John Maynard“ von Fontane. — 12.
„Frage des Toten“ von Münchhausen. —13. „Heinrich der Vogler“ von
Vogl-Loewe (Chorgesang). —
Einen glücklichen Griff tat Dr. Ehlen in der Weihnachtsfeier
vom 21. Dezember 1921, indem er von Schülern der The⸗V. „Das schle—
sische Spiel von Christi Geburt“ und „Das schlesische He—
rodesspiel“ vorführen ließ.
Dem Gedächtnis Grillparzers war die Feier vom 7. April
1922 gewidmet: Dr. Ehlen hielt die Erinnerungsansprache, drei Mitglieder
der Th.-V. spielten das Fragment „Hannibal und Scipio“
„Waldzauber in Wort und Ton“ war der Leitgedanke der
Semesterschlußfeier am 1. August 1922. Die Vortragsfolge lautete:
l1. Chorgesang: „O Täler weit, o Höhen“
2. Einführende Worte
3. Gedichtvorträge: a) Eichendorff: „Waldeinsamkeit“, b) Otto Renne—
feld: „Walddämmerung“, c) Hoffmann von Fallersleben: „Waldlied.“
Musikvortrag: A. Jensen „Murmelndes Lüftchen, (Herr Hoos).
Zwei Sagen: a) Die Sage vom wandernden Walde (nach Grimm),
b) Von den Geistern im Krähenwalde (Saarsage), erzählt von je einem
Schüler.
b. Chorgesang: „Wer hat dich, du schöner Wald“.
7. Gedichtvorträge: a) Otto Rennefeld: „Siegfried“, b) Eichendorff:
„Waldgespräch“, c): Willi Vesper: „Der zerschossene Wald“.