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2. Teil.
1. „Klopstock“ von Wilhelm Schäfer.
„Der Zürichersee“ und „Mein Vaterland“ von Klopstock.
2. Arie aus dem „Messias“ von Händel (Frau Prof. Trösken).
3. Englische Suite, Nr. 3, von Bach.
4. „Der Hainbund“ von Wilhelm Schäfer —
„Die Frühlingsfeier“ von Klopstock.
b. Sonate G-Moll für Klavier und Violine von Grieg.
ß. „Der Jüngling“ und „Die frühen Gräber“ von Klopstock
Die Dichtungen Schäfers sind übrigens der dichterischen Prosa in den
„Dreizehn Büchern der deutschen Seele“s entnommen. —
Den 7. Kunstabend brachte der 10. Januar dieses Jahres, „Hei—
tere Spiele“ wurden angekündigt. Worte zur Einführung sprach in alt—
bewährter Weise Dr. Ehlen. „Hanns Frei“ von Otto Ludwig gaben wir in
der gekürzten Form, wie sie sich in Kurt Busses „Deutscher Hausbühne“ fin—
det. Besonders gefielen die beiden Liebenden Albrecht und Engeltraut, dar—
gestellt durch den Unterprimaner Karl Heinz Köhler und durch Frl. Maria
Lossen. Des römischen Dichters Qovid Metamorphose von „Pyramus und
Thisbe“ wurde erst in deutschen Hexametern gesprochen und dann als Rüpel—
zene in Shakespeares „Sommernachtstraum“ gespielt. Der drastischen Komik
dieser Szene vermochten die Schüler gerecht zu werden. Gerade dieser
Abend zeigte, daß die Schule auch der heiteren Muse dienen kann und ihr
immer wieder dienen sollte, um Spielgewandtheit, Frohsinn und verborgene
Fähigkeiten zu erwecken. —
Dieser reichen Fülle von Veranstaltungen fügt die Aeltere Gruppe der
Th.-V. nun das Festspiel („Odysseus auf Ithaka“ von Lienhard) hinzu und
hofft, damit den weitesten Kreisen der Schulfreunde einige Weihestunden zu
verschaffen. Von den verfügbaren Kräften spielen die besten mit, um der
Th.-V. Ehre zu machen.
2 Jugendgruppe.
Zwei Gründe führten dazu, neben der Aelteren Gruppe, die aus Schü—
lern der Oberstufe und einigen Tamen besteht, eine Jugendgruppe aus
Schülern der Mittelklassen (Untertertia bis Untersekunda) ins Leben zu ru—
fen. Erstens galt es, einen schon etwas eingeübten Nachwuchs zu sichern; denn
die Aeltere Gruppe litt unter dem Abgang der Abiturienten und anderer
Schüler oft derartig, daß für ein geschlossenes Drama nicht genügend Kräfte
vorhanden waren. Zweitens standen die Kunstabende und manche Spiele auf
einer solchen Höhe, daß sie trotz Vorbereitung unseren jüngeren Schülern
nichts oder wenig bieten konnten.
Im Mai 1922 wurde nach einem weniger geglückten Versuch im Vor—
jahre die Jugendgruppe als fester Vestandteil der Th.-V. begründet. Der
Verfasser übernahm jetzt persönlich die Leitung dieser Gruppe und behielt
sie bis heute fest in der Hand. Die Zahl der Mitglieder schwankte seitdem
zwischen 20 und 30. Die wichtigeren weiblichen Rollen übernahmen auch
hier in selbstloser Spielerbereitschaft unsere bewährten Helferinnen. Mär—
henspiele und leicht verständliche Jugendstücke führt diese Gruppe auf und
hat als dankbare und begeisterte Zuschauer die Schüler und Schülerinnen un—
serer höheren Schulen. Am 13. Dezember 1922 spielten wir die Märchen—