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IV.
Leiter, Lehrer, Schüler.
J. Aufsichtsbehörde und Kuratorium.
Die vorgesetzte Behörde war bis zum Jahre 1896 die Königliche Re—
gierung in Trier. Diese betraute mit der unmittelbaren Aufsicht anfangs
den Pfarrer Zimmermann in Wiebelskirchen, später seit dem 10. Dezember
1880, den jeweiligen Kreisschulinspektor in Ottweiler. Mit Beginn des
Ausbaues ging die Anstalt durch Erlaß des Ministers der geistlichen, Unter—
richtss und Medizinal-Angelegenheiten vom 8. Januar 1896 in das Ressort
des Provinzial⸗Schulkollegiums in Coblenz über. Wiederholt fanden Be—
suche und Revisionen statt durch die Regierungs- und Schulräte Voigt
(bis 1880) und Dr. Schumann (bis 1890), die Provinzial-Schul- und Gehei—
men Regierungsräte Dr. Münch (1895), Henning (1896-98), Dr. Nelson
(1900- 1913) und Dr. Heil während des Krieges. Nachdem die Schulange—
legenheiten im Saargebiete laut Erlaß vom 16. 4. 1920) einer besonderen
Schulabteilung zugewiesen worden waren, an deren Spitze bis 1924 der
Minister Moltke-Huitfeld stand und jetzt Minister Vezenski steht, führen die
Aufsicht Ministerialdirektor Professor Dr. Notton und im besonderen der
Dezernent für die Höheren Schulen Ministerialrat Dr. Colling.
Von dem Betriebe des Turnunterrichts nahm am 2. 8. 1886 der
Dirigent der Zentralturnanstalt in Berlin Professor Dr. Euler Kenntnis,
am 7. 12. 1911 Dr. Diebow, Direktor der Landesturnanstalt in Spandau.
Dem Gesangunterricht wohnte am 23. Okt. 1913 der Königliche Musik—
direktor Wiltberger aus Brühl bei. Generalsuperintendent Umbeck hörte
am 26. 7. 1900 und am 24. 2. 1910 dem evangelischen Religionsunterricht zu,
Domkapitular Dr. Keil am 17. 7. 1914 dem katholischen Religionsunterricht.
Zur Verwaltung der äußeren Angelegenheiten der Anstalt und als
Organ der Gemeinde bei „Ausübung ihrer Patronatsrechte“ hat der Ge—
meinderat seit dem Bestehen der Höheren Schule ein Kuratorium gewählt.
Diesem liegt „insbesondere auch die Verwaltung des Schulvermögens und
die Beaufsichtigung des Kassen- und Rechnungswesens“ ob. Das Kurato—
rium hat demnach die oft nicht leichte Aufgabe, das Wohl der höheren Schule
zu fördern, ohne das Interesse der Gesamtgemeinde durch zu häufige und
zu hohe Geldopfer zu beeinträchtigen. — —
Vorsitzender des Kuratoriums war von 1875 bis 1880 Bürgermeister
Jongnell. Als im Dezember 1880 sämtliche Mitglieder des Kuratoriums
ihr Mandat niederlegten, übertrug die Regierung die Obliegenheiten allein
dem Bürgermeister Jongnell. Dieser Ausnahmezustand dauerte vom Ja—
nuar 1881 bis zum August 1885. Seit dieser Zeit ist Vorsitzender des Kura—
toriums Bürgermeister Ludwig, dessen lebhaftem Interesse für Schulange—
legenheiten die Anstalt manche Förderung zu danken hat. Außer ihm wa—
ren Mitglieder des Kuratoriums: Apotheker Friedrich Girshausen (1875 bis
1878), Kaufmann Wilhelm Zimmermann (1875—80 und 1893 -96), Wirt
Karl Drunzer (1875—80), Rektor Dr. Hermann Kappel (187580 und