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Festsetzung des Besoldungsdienstalters anzurechnen, also die Gehaltsstufe
nach dem Datum der Anstellungsfähigkeit zu berechnen.
Am 6. Juli 1901 tagte hier die 5. Jahresversammlung der „Freien
Vereinigung der Lehrer der höheren, im Gebiete der Nahe und der
mittleren Saar gelegenen Unterrichtsanstalten.“ Professor Ruppersberg
hielt dabei einen Vortrag „Aus Neunkirchens Vorzeit“, der auch im Druck
erschien. Auch im folgenden Jahre fanden sich die Kollegien am 5. Juli un—
ter Professor Kretzschmars Leitung hier zusammen.
Ostern 1902 wurde die Unterprima mit 7 Schülern eröffnet. In die—
sem Schuljahr waren in Untersekunda noch einige Griechen — Ostern 1903
gingen auch diese 6 letzten ab, und im kommenden Schuljahr wurde der
realgymnasiale Lehrplan rein durchgeführt. Mit 6 Oberprimanern wurde
es begonnen. Nun galt es, sich würdig zu zeigen und allen Anforderungen
gerecht zu werden. Schon im September mußte die Prima vor dem Prov.⸗
Schulrat Dr. Nelson in allen Fächern bestehen. Am 11. März 1904 wurde
die 1. Abiturientenprüfung von demselben Herrn abgehalten. Befreiung
ron der mündlichen Prüfung gibt es nicht, solange eine Anstalt noch nicht
als Vollanstalt anerkannt ist. So mußten alle ins Feuer, aber alle 6 Prüf—
linge bestanden, und diese Prüfung verlief, das darf man nach 21 Jahren
wohl sagen, durchweg erfreulich, da man nur gute Leistungen feststellen
konnte. 9
Leider konnten die Abiturienten nicht in aller Form bei der Schluß—
feier am 30. März entlassen werden, da die Entscheidung des Unterrichts⸗—
ministers noch nicht eingetroffen war. Erst am Abend desselben Tages lief
die telegraphische Nachricht vom Prop.-Schulkollegium ein, daß der Minister
die Anstalt als Realgymnasium anerkannt habe. Nunmehr konnten die
Reifezeugnisse ausgestellt und den 6 Geprüften übersandt werden. Dann
wurde der Progymnasialdirektor Wernicke einstimmig zum Direktor des Real—
gymnasiums gewählt und vom Könige am 4. Mai bestätigt. Zur Feier der
Anerkennung des Realgymnasiums machte man am 9. Juni 1904 einen ge⸗
meinsamen Ausflug nach Heinitz, wo sich auf dem Bergfestplatz bei Kaffee und
Wettspielen ein munteres Treiben entwickelte, das leider gegen 5 Uhr
ein Landregen beeinträchtigte.
So war das große Ziel erreicht: Realgymnasium. — Die Schule sollte
sich nun bewähren. Sie nahm zu an Zahl der Schüler, wie das unten einge—
hend ausgeführt ist. Sie gewann auch an innerer Kraft und Leistungsfähig—
keit, was die Zunahme der Reifeprüflinge beweist. Sie fand auch bei den
Schulbehörden Anerkennung — das zeigt der Umstand, daß im Jahre 1908
das Königliche Seminar von der Saarbrücker Oberrealschule an das Neun—
kircher Realgymnasium verlegt wurde.
Im einzelnen ist zur Geschichte der Schule zu erwähnen, daß Provp.⸗
Schulrat Dr. Nelson auch die nächste Reifeprüfung abhielt, auch 1906 aber—
mals eine Revistion vornahm, aber sich wiederum in der Schlußkonferenz
über Leitung und Lehrtätigkeit befriedigt und anerkennend äußerte. Ferner
wurden bei der Teilung der Klassen von Sexta bis Untertertia, die Ostern 07
durchgeführt wurde, neue Lehrkräfte nötig. Allen angestellten Akademikern
wurden nunmehr das Seminar- und das Probejahr auf die Besoldung an⸗
gerechnet.
Uebrigens war am 10. Oktober 1908 mal ein kleiner Brand in der
Aula: Durch die Hitze des Heizkörpers ward die Holzverschalung und das