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für alte Leute und Waisenkinder am unteren Markt, das 1904 erbaut wurde.
Im selben Jahre 1904 trat die Firma dem Deutschen Stahlwerkverbande
bei und sagte eine jährliche Lieferung von 292761 Tonnen Rohstahl zu.
Stummdenkmal
Bald konnte man die Jahrhundertfeier des Neunkircher Werkes be—
gehen, das ja 1806 von drei Brüdern Stumm angekauft worden war. Doch
wurde am 22. März 1906 von einer großen Feier abgesehen, da man das
zweihundertjährige Bestehen der Firma am 10. Mai 1915 besonders fest—
lich begehen wollte. — Es sollte anders kommen.
Das Neunkircher Eisenwerk umfaßte 1909 folgende Anlagen: 4 Hoch—
öfen mit Tageserzeugung von 700 Tonnen — 255 000 Tonnen im Jahr, 19
Winderhitzer, 446 Koksöfen. Das Roheisen wurde mit dem in Coupolöfen
geschmolzenen Ueckinger Roheisen gemischt, in Konvertern zu Stahl verar—
beitet; die Beteiligungsziffer im Stahlwerkverband betrug 417 900 Ton—
nen. Es wird Eisenbahnmaterial hergestellt, auch Träger, Stabeisen und
Draht. 4650 Arbeiter wurden beschäftigt; in 20 Schlafhäusern mit 50
Schlafsälen und 1300 Betten übernachteten die auswärts wohnenden Arbei—
ter. Vor Ausbruch des Krieges erreichte das Werk eine Jahreserzeugung
von 540 000 Tonnen Rohstahl. 6500 Mebeiter schafften in den Betrieben.
Für ihr Wohl sorgte der Neunkircher Knappschaftsverein in Fällen von
Krankheiten und Arbeitsunfähigkeit. Außer den genannten Wohlfahrts—
Einrichtungen seien noch wähnt: Tie Näh- und Kleinkinderschule, die
Fortbildungsschule, die Kochanstalt, die Konsum-Anstalt und die Werks—
bäckerei.
Die Gemeinde Neunkirchen dehnte sich in diesen Jahren ganz bedeu—
tend aus. 1901 wurde die Blies zum ersten Male reguliert und die 2.