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einander, was wir beim Ausbau zum Realgymnasium verlieren und
gewinnen werden; die Vorzüge der humanistischen und realistischen Bil—
dung wurden dabei hervorgehoben, zum Schluß aber das einheitliche
Endziel aller Erziehung betont; zuletzt wurde die Bedeutung der Bilder
und Figuren in und an dem neuen Schulhause klargelegt und der Segen
Gottes auf das Gedeihen der Anstalt herabgefleht. Mit dem vom
Schülerchor unter Begleitung der Kapelle vorgetragenen „Hallelujah“ v.
Händel, hatte die erhabene Feier um 125,, Uhr ihr Ende erreicht. Daran
schloß sich ein Rundgang durch das Gebäude, das in seiner Gesamtheit
wie in seinen Teilen allgemeinen Beifall fand.
Um 12/, Uhr begann im Kaisersaal von Scheid (jetzt Herz-Jesu⸗-Kirche)
das Festessen, an dem 109 Herren teilnahmen — 14 Reden und An—
sprachen — Stimmung sehr gehoben. An Freiherrn von Stumm und
Sanitätsrat Dr. Füller wurden Begrüßungstelegramme gesandt.
Am Abend des 1. August fand in Dörrs Garten (jetzt Volkshaus)
ein Festkonzert statt, ausgeführt von der Bergkapelle. Auch wurden einige
Lieder vom Schülerchor und von dem Gesangverein Liedertafel (Dirigent
Rektor Küstner) vorgetragen. Bei dem herrlichen Wetter hatte sich eine
solche Menschenmenge eingefunden, daß die Zahl der Plätze bei weitem
nicht ausreichte und Stühle aus der Nachbarschaft geholt werden mußten.
Am Donnerstag, dem 2. August, nachmittags 2 Uhr machte die ganze
Schule einen Ausflug nach Menschenhaus. Unter Vorantritt der Berg—
kapelle ging es mit fliegenden Fahnen über die Spieser Höhe durch den
Wald nach dem Zielpunkt des Ausflugs. Hier wurden um !/24 Uhr
sämtliche Schüler auf Kosten der Gemeinde Neunkirchen mit Kaffee und
zweierlei Kuchen und nachher um ,7 Uhr mit Würstchen und Weck
bewirtet. Von 4 bis gegenet.7 wurden Wettspiele veranstaltet und an
die Sieger Preise, die ebenfalls auf Kosten der Gemeinde beschafft waren
(ca. 100 Mk.) verteilt. Das Wetter war so günstig wie möglich, eine
außergewöhnlich große Schar Angehöriger der Schüler beteiligte sich
Um 7 Uhr erfolgte der Rückmarsch. Auf dem Schulhofe hielt der Di—
rektor eine kurze Ansprache, die mit einem Hoch auf die opferfreudige
Bemeinde Neunkirchen schloß.
So endete das schöne Fest, das einen Warkstein in der Geschichte
der Anstalt bildete, ohne jeden Mißklang.