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treten, sodaß der zum Rektor gewählte Dr. Hermann Kappel, vorher
wissenschaftlicher Lehrer an der höheren Schule zu Altena in Westfalen,
erst am 12. April 1875 die neue Anstalt eröffnen konnte.
Die Verhältnisse, unter denen diese ins Leben trat, waren recht pri—
mitip. Zwar die Zahl der Schüler war eine ziemlich ansehnliche: nicht
weniger als 53 Sextaner — von denen allerdings 21 im Laufe des
Jahres wieder abgingen — trugen Verlangen nach wissenschaäftlichem
Unterricht; aber die Stätte, an der die Wissenschaft gepflegt werden
sollte, dürfte kaum den bescheidensten Ansprüchen genügt haben. In Er—
mangelung eines passenderen Raumes hatte man — „der Not gehorchend,
nicht dem eignen Triebe“ — den Saal des Wirtes und Bäckermeisters
Kramb in der Hüttenbergstraße (Nr. 28, jetzt U. T.) als Lehrzimmer gemietet,
zugleich aber dem Besiter die Befuguis einräumen müssen, denselben
Saal an den für den Kreis sestgesetzten Tagen zu Tanzbelustigungen zu be—
nutzen. Mit Recht nahm die Regierung an diesem Tanzsaal, „weil mit
der Würde einer Schulanstalt nicht vereinbar“, Anstoß und gab ihre Ge—
negeg urg