Full text : Zur Feier des 50-jährigen Bestehens des Realgymnasiums zu Neunkirchen-Saar

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In mühevoller und vielfach gering gelohnter Arbeit haben diese Lehrer dem
vedanken der späteren Berufschule wirrsam vorgearveitet und der Schule
nach und nach in Berbindung mit dem Handwert Anertennung verschafft.
Wichtig für die Entwiglung war es, bdaß shhon von der Grundungszeit an
tüchtrige Prattiker den Zeichenunterricht ubernahmen und den Wünschen des
Hewerbes entsprechend, beruflich bedeutsame Arbeit leisteten. Gerade der
gzeichenunterricht wurde schon fruher als wertvoll eingeschätzt und half
der Fortbildungsschule den Weg bahnen. eine außerordentlich wirksame
Förderung der Fortbildungsschule brachꝛe das Handwerterschutzgesez vom
Zahre 1897. Die Einrichtung der Handweristammer, der Gesellen- und
PÜeeisterprüfung setzte der Fortvildungsschule neue Ziele und wichtige Auf—
gaben. Die preußischen Bestimmungen vom Jahre 109, und mehr noch die
Bestimmungen von 1911 steuten als wichtige Ziele auf, daß die Fortbildungs—
schule die berufliche Ausbildung der gewerblichen Jugend zu fordern und
an ihrer Erziehung zu tuchtigen Staatsburgern und WMenschen mitzuwirten
hat. Die Erfahrungen, die man mit den freiwiuligen Schulen gemacht hatte,
waren nicht gut. Um erfolgreiche und sichere Arbeit zu gewährleisten wurde
in den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts der Schulzwang durch ortliche ge—
setzliche Bestimmungen eingesuhrt. An den großeren Schulen wohl zuerst
oor allen Schulen des Bezirkes und der weiteren Heimar an der Schule zu
Reunkirchen, wurde 1902 der Schulzwang und die berufliche Gliederung, so—
wie beruflicher Lehrstoff eingefuhrt. In außerordentlicher, intensiver
Arbeit wurde der Lehrerstand durch staatuche Kurse und die großen Kurse
des deutschen Vereins für das Fortbildungsschulwesen für die neuen, wich—
tigen Aufgaben herangebildet.“ Auch private Ausbildungsturse wurden ver—
anstaltet, so 1905 und 1906 in der Gemeinde Neuntirchen. Das Lehrer—
kollegium von Neunkirchen hat zu dem in monatlichen Konferenzen, durch
Exkursionen und praktische Werkstattkurse versucht, sich heraufzuarbeiten. Die
Zahl der Praktiker als Lehrer wurde vermehrt, so daß der Fach- und Zei—
chhenunterricht fast ausschließlich von Fachleuten erteilt wurde. In den gro—
ßen Versammlungen des deutschen Vereins für das Fortdildungsschulwesen
wurden Ziel und Wege der Berufsschule nach und nach geklärt und diese
selbst zur richtigen Würdigung geführt. Die Führer dieser großen Tagungen,
Pache, Haese, Scharf, Kerschensteiner u. a. werden unvergessen bleiben, so—
lange die Berufsschule besteht. In unserer Saarheimat waren es besonders
die Vorsitzenden der Handwerkskammer seit 1900, sowie die Leiter der Buch—
führungskurse, Herr Kreisschulcat Vaserrodt, ehemals Fachlehrer der
Friseurklasse Saarbrücken und Direktor und staatlicher Revisor Gilla zu
Reunkirchen, der erste hauptamtliche Lehrer und Leiter an einer gewerblichen
Berufsschule im Saargebiet, welche in den im ganzen Saargebiete und da—
rüber hinaus veranstalteten Buchführungskursen von 19001916 immer wie—
der die Berufsschule empfahlen und sie in den Herzen der zunächst Beteilig—
ten, der Handwerker, verankerten. Infolgedessen kamen in rascher Folge in
einer Reihe vor Orten die gewerblichen Fortbildungsschulen zur Entstehung.
Besonders der Kreis Ottweiler hatte solche Schulen an mehreren Orten
(Reunkirchen, Wiebelskirchen, Ottweiler, Elversberg, Schiffweiler, Illingen.)
Die starke Bewegung für die Ausbildung der gewerblichen Jugend führte
zu dem Gesetz von 1911, das aber in der Versenkung verschwand. Statt des—
sen erhielten wir 1912 die Novelle zur Gewerbeordnung, welche den Meister—
titel schützte und die weitere Möglichkeit zur Einschulung aller (auch der
            
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