Full text : Die Einrichtungen zur Unschädlichmachung des Kohlenstaubes und zur gefahrlosen Ausübung oder Ersetzung der Schiessarbeit auf den fiscalischen Steinkohlenbergwerken im Saarreviere

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Die Kosten für die t waren
bei Schießarbeit 1,68 M., einschl. Schießmeıster,
„ Keilarbeit 1,53 M..
nithin in letzterem Falle um 9,8 pCt. weniger

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2,59 Kohle. 0,91: Mittel. 2,10 Kohle,
Der Frangcois’sche Gesteinsbrecher hatte in Camphausen bei Arbeiten in harter Kohle den
Erfolg, daß eine früher nothwendige Erhöhung des Gedinges um 50 M. monatlich in Wegfall kommen
zonnte, Desgleichen erzielte man mit ihm in Dudweiler in sehr harter Kohle eine Ersparniß von
7 bis 10 pCt. gegenüber der reinen Handarbeit.
Die vorstehenden Beispiele zeigen, daß der Effect der Keilarbeit, soweit die Beschaffenheit der
Kohle sie überhaupt anwenden läßt, in schmalen Flötzstrecken gering ist und zwischen 50 und 70 pCt.
ler Schießarbeit schwankt. Auch im Abbau werden nur dort günstige Erfolge erzielt, wo vorhandener
Druck schon einen beschränkten Gebrauch der Schieß- oder Keilarbeit zuläßt.
Der erwartete Ausgleich der Mehrkosten durch erhöhten Stückkohlenfall konnte nicht überall
festgestellt werden, Insbesondere wird in König beobachtet, daß beim Auffahren der Strecken in
Wirklichkeit nicht mehr Stückkohlen gewonnen werden, weil beim Keilen durch die nothwendig auszedehntere
 Schräm- und Schlitzarbeit, namentlich bei niedrigem Schram, sehr viel Kohlenklein fällt,
welches zum großen Theil in die Schramberge gelangt.

Schluß.
Eine zahlenmäßige Angabe des Einflusses, welchen die Maßregeln zur gefahrlosen Ausübung,
sowie die Einstellung der Schießarbeit zusammen auf die Gewinnungskosten der einzelnen Gruben auszeübt
 haben, ist kaum möglich, da wohl jeder der zum Vergleiche heranzuziehenden Faktoren während
ler Uebergangszeit eine erhebliche Veränderung erfahren hat. Nicht allein, daß gleichzeitig mit der
Einschränkung der Schießarbeit auch in der Regel die Einführung einer neuen Abbaumethode erfolgte,
die an sich schon eine Gedingestellung auf völlig neuer Grundlage bedingte, es begann auch ein Steigen
ler Löhne, welche unter dem Einfluß der Arbeiterkrisen der 90er Jahre außerordentlichen Schwankungen
unterworfen waren. Dabei sank die Leistung für Mann und Schicht, deren Dauer zu derselben Zeit
zerkürzt wurde. Endlich haben auch die Preise der Sprengstoffe einen anderen Stand eingenommen.
Bei diesen unsicheren Grundlagen läßt sich, vornehmlich auf den Gruben Dudweiler, Camphausen,
Kreuzgräben, wo schon frühzeitig umfassende Maßnahmen getroffen worden sind, nicht mehr mit Sicherheit
3arkennen, inwieweit die veränderten Gewinnungskosten mit den Neuerungen in der Schießarbeit
zusammenhängen.
Die Berechnung läßt sich schon besser auf Grube Maybach durchführen, wo heute noch
Gelegenheit geboten ist, vergleichende Versuche anzustellen. Dort ist denn auch versucht worden, die
Einwirkung der Beschränkung des Schießens auf das finanzielle Ergebniß der Grube für das Etatsjahr
1894/95 zahlenmäßig zu ermitteln, Das in der Zeitschrift für Berg-, Hütten- und Salinen-Wesen
im Preußischen Staate Bd. XLIV. S. 170 ff. schon veröffentlichte Ergebniß ist in der folgenden
Tabelle ersichtlich.
            
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