Full text : Die Einrichtungen zur Unschädlichmachung des Kohlenstaubes und zur gefahrlosen Ausübung oder Ersetzung der Schiessarbeit auf den fiscalischen Steinkohlenbergwerken im Saarreviere

Die Gedingesätze gingen also, nachdem sich die Leute an die Schlitz- und Hereintreibearbeit
gewöhnt hatten, auf die frühere Höhe zurück, in den Pfeilern sogar noch darunter. Dabei ist zu bemerken,
 daß die Abbaustrecken etwas schmäler, die Pfeiler dagegen stärker genommen wurden, wodurch
der Hauptdruck verschwächt und dadurch beim Rückbau der Pfeiler geringere Nebenarbeiten nothwendig
 wurden. Auf das Herabgehen der Gedinge dürfte allerdings der Umstand, daß im Laufe der
Zeit die Temperatur an den Arbeitspunkten in Folge reichlicherer Wetterzufuhr um einige Grad heruntergedrückt
 wurde, gleichfalls nicht ohne Einfluß gewesen
sein. Die Mächtigkeit des Flötzes betrug zwischen 1,30 und
2,20 m, einschließlich eines Bergemittels von 0,15 bis 0,35 m.
In demselben Flötz wird heute im Strebbau für
die £ 1,60 M. gezahlt. Die „Kosten eines Bremsberges
(2,40 m breit, 2 m koch) sind dagegen von 15 M. für den m
und 1,20 M. für die t auf 22 M. und 2 M. gestiegen.
Auf Grube Maybach hat man in Abbaustrecken
160m Kohle. minder günstige Erfahrungen gemacht, wie folgendes Beispiel
 beim Bau des Flötzes 4 (s. dessen Profil Fig. 5)
lehrt. Die Kohle dieses Flötzes war fest.

Bezeichnung der Arbeit

Flötz 4 f mit Schießerlaubniß
streichende Ab- '
haustrecke ) mit Schießverbot. .

Lei -

1Q

FR

I 7 Tor

7

Var

7

Stückkeh.'--Sf



CA
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Z4. {

Leistung
pro
Hauerschicht
+

1,6
0,95

Der höhere Stückkohlenfall wiegt bei Weitem nicht den gegenüberstehenden Verlust auf.
Zur Beurtheilung der Keilarbeit mögen folgende Angaben dienen.
Grundstrecke im Flötz Thielemann der Grube König. (s. dessen Profil. Fig. 6)

. Leistung .
.V
Gedinge pro Hauerschicht | omdietes
pro m | pro € in an Kohlen! pro Schicht
M Mr

Kosten des
laufenden m

AI

17

Schießarbeit mit hiesigen Bergleuten.
2 ] O68 | 1180 I 4,69 l 81,07

Keilarbeit mit Francois’schen
Keilen und belgischen Arbeitern
> I 0120 | O9 I 4,79 1 39.44

Bei der Keilarbeit wurde die Strecke in der Kohle durchschnittlich 20 cm breiter aufgefahren.
Wird dieses berücksichtigt, so stellte sich hier die Keilarbeit um 28,5 pCt. theurer. In demselben Flötze
leisteten im Grundstreckenbetrieb hiesige Bergleute mit der Keilarbeit 0,109 m und 0,808 t für 1 Hauerschicht.
 Die Kosten des laufenden m betrugen 40,56 M. gegen 27,82 M. bei der Schießarbeit.
In einer schwebenden Strecke in Flötz Wrangel (s. dessen Profil Fig. 7) erwies sich die Keilırbeit
 um 47,5 DCt. theurer als die Schießarbeit.
            
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