Full text : Die Einrichtungen zur Unschädlichmachung des Kohlenstaubes und zur gefahrlosen Ausübung oder Ersetzung der Schiessarbeit auf den fiscalischen Steinkohlenbergwerken im Saarreviere

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Die Zündkosten sind also bei der elektrischen Zündung am höchsten und fallen durch häufige
Versager noch besonders ins Gewicht.
Im Allgemeinen liegt es im Interesse des Betriebes, wie auch der Leute — und das ist auch
lie Ansicht der Belegschaft — diejenige Zündmethode zu wählen, die die geringste Versagerzahl erzibt.
 Denn die durch einen Versager erwachsenden Kosten für den verlorenen Schuß, Loch und Zeit
zind sehr viel höher, als die billigere Zündschnur u.'s. w. einbringen kann.
Die Ausgaben für Schießmeister schwanken, auf die t Förderung berechnet, sehr nach der
Anzahl der Schießmeister, Ausnutzung derselben u. s. w. Es sind die jährlichen Kosten zu veranschlagen:


oder für die t Förderung
auf M.
D,049,
0,011
0,015
0,009
0,029 oder 0,01 für 1 t der ganzen
Förderung der Grube.
Wie die durch den Schießmeister bedingten Mehrkosten für 1 t in den Betrieben wechseln,
zeigen auch folgende Zahlen:

für die Grube

Bezeichnung dr
Baufeldes:
Grube König

hen auf
die Hauerschicht

Pf,

Flötz Carlowit
3 Strebstöße .
Flötz Borstel
R Strehstöße

755

‚3.

28
91

Den durch die‘ Schießmeisterlöhne erwachsenen Unkosten steht die bessere Ausnutzung der
Sprengstoffe, die größere Sicherheit und ein größerer Stückkohlenfall gegenüber, Vortheile, die allerdings
zahlenmäßig nicht nachweisbar sind. Rechnet man aber z. B. für Grube Dudweiler bei der Förderung
von 600000 t 230000 t verkaufsfähige Stückkohlen und durch Einführung der Schießmeister eine Vermehrung
 von nur 1 pCt., so würde man 2300.(12,00 — 6) = 18800 M. in Gegenrechnng setzen
müssen, welche Summe die Grube, vorausgesetzt, daß der Stückkohlenabsatz sich entsprechend heben
ließe, unmittelbar ersparen würde.

2. Einfluß der gänzlichen Einstellung der Schießarbeit.
Die durch das Schießverbot in Aufnahme gekommene Schram-, Schlitz- und Keilarbeit hat
je nach der Festigkeit der Kohle, dem Vorhandensein und Verlauf der Schlechten, der größeren oder
geringeren Anzahl und Mächtigkeit der Kohlenbänke und Bergemittel, sowie nach der gewählten Breite
des Arbeitsstoßes außerordentlich verschiedene finanzielle Ergebnisse erzielt.
Einzelne Beispiele werden dies erläutern:
Im Flötz 3 der Grube Camphausen, wo 1885 das Schießen eingestellt und von da ab das Flötz
mittelst Schrämens und Schlitzens und der gewöhnlichen Hereintreibearbeit gewonnen wurde, betrug:
Das Kohlengedinge . .... . . . in der Abbaustrecke, in den Pfeilern
Vor Einstelluug der Schießarbeit . . zwischen 1,60 und 2,00 M., zwischen 1,35 und 1,70 M..
ınmittelbar nachher. . . .. . » 3,50 3,60 „ » 2,00 „ 2410
m Herbst 1888 . . .s \ 1,80 „2,20 „4 8 1.20 „1,50 ,,
            
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