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(Patent Pick Cie, in Sheffield) zum Abkeilen der Kohlenbänke in Gebrauch. Zum Bohren der
Löcher für das Einsetzen der Keile werden Handbohrmaschinen dreier Systeme, von Eliot, Thomas und
eine Maschine „Saar“, mit günstigem Erfolge, namentlich die letztere, verwandt. Die mit Francois’schen
Keilen angestellten zahlreichen Versuche haben in Dudweiler irgend einen Effect in der Kohle nicht
ergeben, indem die Keile beim Brechen sich in die Kohle ohne weitere Wirkung eindrückten. Auch
im Nebengestein blieb die Leistung so hinter der Schießarbeit zurück, daß die Keilarbeit aufgegeben
werden mußte, In König erreicht die Leistung mit denselben Keilen zwischen 50 und 90 pCt. der
Schießarbeit. Neuerdings wurden auf jener Grube wie auch in Camphausen und Dudweiler Versuche mit
dem Francois’schen Gesteinsbrecher angestellt , welche zum Theil günstig verlaufen sind, indeß noch
nicht als abgeschlossen gelten können *).
Zur Erleichterung der Schrämarbeit ist auf (jrube König die in Mansfeld vielfach angewandte
Franke’sche Schrämmaschine in Benutzung genommen worden. Es konnte aber mit ihr trotz der zur
Bedienung herangezogenen Mansfelder Bergleute kein Erfolg gegenüber der Handarbeit erzielt werden.
V. Kosten der Mafsregeln im Einzelnen.
1. Maßregeln zur Erhöhung der Sicherheit beim Schießen.
Das Schwarzpulververbot hat nach den gesammelten Erfahrungen bei der im Allgemeinen
vorhandenen verhältnißmäßig geringen Festigkeit der Flötze auf den 5 Gruben nicht so ungünstig gewirkt,
als man Anfangs annahm und im Großen und Ganzen eine nachweisbare Erhöhung der Kosten
nicht ergeben.
Die Sprengkosten gingen zwar bei Einführung der sämmtlichen versuchten Sicherheitssprengstoffe
in die Höhe, fielen aber bald und erreichten nach !/, bis 3/, Jahren den bei Anwendung von gekörntem
und komprimirtem Pulver eingenommenen Stand, da die Leute sehr schnell lernten, der größeren
Brisanz der Sicherheitssprengstoffe Rechnung zu tragen. Auch Gedinge und verdientes Lohn gleichwie
der Stückkohlenfall änderten sich nicht wesentlich. Beim Vergleiche des Schwarzpulvers mit den
Sicherheitssprengstoffen rechnet man in milden Flötzen heute für die in der Kohle umgehenden Arbeiten
auf 100 g der letzteren 250 g Schwarzpulver.
Im Abbau der Grube König betrugen die Sprengkosten nach genauen Krmittelungen auf den
verschiedenen Flötzen:
Bezeichnung des Sprenegstoffes
Schwarzpulver . ... +...
Westfalit . .0.0.0000000000040 ;
Dahmenit . . 0.000.000 20000 8 2 0 HH u]
Neuwestfalit . . . . \ Nach den Versuchen an f |
Sicherheitssprengpulver 1 einem Betriebspunkte }
)
an Schr
28—88
26
2 |
Kosten
PA Ta
5,2
Kosten pro Hauerschicht,
einschließlich der
aducirten Schlepperschichten
25
x. 13
8,8
Rx
Die Sicherheitssprengstoffe haben sich ferner dem Dynamit in allen Vorrichtungsarbeiten, so
lange sie in der Kohle stehen, überlegen gezeigt, können dasselbe dagegen in Gesteinsörtern in seiner
Wirkung nicht ersetzen. So müssen je nach der Festigkeit des Gesteins für 1 m Querschlag 5 bis
15 M., im Konglomerat sogar 25 M. mehr gezahlt werden, während in Grundstrecken und ähnlichen
Betrieben die Arbeit mit Sicherheitssprengstoffen sich um durchschnittlich 3 M. billiger stellte. Die
Aufwendungen fir Aus- und Vorrichtungsarbeiten waren auf Grube König im letzten Jahre folgende:
*) Gesteinsbrecher von A. & S. Francois, Herbesthal bei Aachen. Die Firma liefert auch die Handbohrmaschine
„Saar“. welche von der Firma von Staszewski in St. Johann vertrieben wird.