Full text : Erläuterungen zu "Der Bergbau in Skizzen"

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4. Allgemeine Bemerkungen.
Über die Anlage der Bremsberge ist in Abschnitt IV das Erforderliche besprochen
worden. Für gleiche Neigung der Sohle und gute Zimmerung muß gesorgt werden; neben
dem Bremsberge ist wenigstens an einer Seite, besser an beiden Seiten, ein Fahrüberhauen
inzubringen, um dem Betreten des Bremsberges vorzubeugen. Wo viele Bremsanlagen
vorkommen, ist es von Nutzen, ein bestimmtes Modell anzunehmen und Reserveteile vor—
rätig zu halten. In betreff der Anschlagepunkte ist zu bemerken, daß man bei kontinuirlicher
Förderung oder beim Abbremsen von Zügen oben und unten die erforderlichen Horizontal—
benen herstellen muß, damit die Züge rangirt werden können. Wenn mit Gestellen gefördert
vird, hat man am Fuße des Bremsberges eine entsprechende Vertiefung anzubringen, damit
die auf dem Gestelle angebrachten Schienen mit dem Gestänge in der unteren Strecke in
»ine Ebene zu liegen kommen und die Wagen bequem auf- und abgefahren werden können.
An den Zwischenanschlagpunkten legt man bei flachem Fallen horizontale Stücke ein;
die hierdurch entstehenden Bühnen werden, um die Wagen leicht handhaben zu können, mit
zußeisernen Platten belegt, die mit der Oberkante des Gestänges im Bremsschachte und in der
Abbaustrecke in einer Ebene liegen und nur den für die Spurkränze der Räder erforderlichen
Raum freilassen. Auch werden, um den Transport der Wagen aus den Abbaustrecken auf
die geneigte Sohle des Bremsberges zu erleichtern, bewegliche Bühnen, sog. Schwenk—
hühnen angebracht (Bl. 46, Fig. 5). Bei starkem Fallen und bei sonstiger Anwendung von
Bestellen wendet man Klauen an, die man vom Gestänge der Strecke auf das Gestänge des
Bestelles legt, um dieses festzuhalten.
Bei ansehnlichen Förderungen ist es zweckmäßig, das Abbremsen nicht den Schleppern
zu überlassen, soudern einen besonderen Bremser dazu anzustellen. Um diesem Gelegenheit
zu geben, den jedesmaligen Stand des ablaufenden Wagens genau zu kennen, namentlich
wenn aus mehreren Sohlen angeschlagen wird, ist es erforderlich Marken am Seil zu
befestigen oder noch besser einen Sohlenstandzeiger aufzustellen. Bremst der Schlepper
elbst ab, so muß von den verschiedenen Anschlagepunkten ein Drahtzug mit Hebelverbindung
zur Bremse gehen, um diese lüften zu können, ohne daß der Schlepper erst zur Bremsstatt
hinaufzugehen braucht. Zum Signalisiren von den im Bremsschachte befindlichen Gestellen
jat sich auf Grube Gerhard eine hellklingende Signalglocke von Gußeisen gut bewährt
Bl. 46, Fig. 6). Die spannende Feder hübefindet sich am unteren Teile des Gestelles, der
Federhammer b kann durch die Handgriffe fund i von beiden Seiten des Gestelles zum
Anschlagen an die Glocke gebracht werden.
An den einmündenden Förderstrecken müssen Sicherungen gegen den Bremsberg her—
gestellt werden, damit niemand hineinstürzen kann. Eine einfache Art ist so hergestellt, daß
nan die Enden eines Stückes Drahtseil in der Firste und Sohle einpflockt; um den Wagen
‚assiren zu lassen, hat der Schlepper das Drahtseil seitwärts um den Wagen zu schieben,
nach dem Passiren des Wagens geht das Seil in seine frühere Lage zurück.
Ein anderer durch Einfachheit und Zweckmäßigkeit empfehlenswerter Verschluß besteht
aus einer eisernen Stange A (Bl. 46, Fig. 7 u. 8), deren Enden b und bi wie Haspelhörner
umgebogen sind und einen Winkel von 900 einschließen. Die Stange dreht sich in den
Lagern a und al und hat eine solche Länge, daß zwischen den Armen b und bein Förder—
wagen bequem Platz findet. Der Arm b dient als Schlagbaum für den Bremsberg. Will
der Schlepper seinen Wagen aufschieben, so muß er den Arm in die punktirte Stellung
Fig. 7) drehen, womit aber zugleich der andere, nach unten hängende Arm be in die horizon—
ale Lage gebracht wird, dem Schlepper den Rückweg versperrt und ihn deshalb zwingt, nach
            
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