wirken würde. In das Seil i sind nun die eigentlichen, im Schachte verteilten Fangapparate
Bl. 44, Fig. 19 u. 20) eingeschaltet, deren Abstand von einander 30 m beträgt.
Zunächst ist da der Hebel p, dessen Drehachse o in den Stempel m verschraubt ist;
dieser Stempel trägt die Ose q, durch die das Seil ĩ durchgezogen ist und von welcher es
zurch die mittelst Klemmschrauben befestigten Ringe rx festgehalten wird. Der Hebel
nndigt unten in den Armet, der als Träger für den auf der Welle u festgekeilten ein—
armigen Hebel pr bient. Die Welle u geht unter beiden Gestängebahnen durch und wird
durch die Lager vv gehalten, welche ihrerseits wieder auf die Querschwelle nm, verschraubt
ind. Die Entfernung der Fangarme ww eines jeden Gestänges ist gleich derjenigen der
Puffer der Förderwagen; sie sind auf der Welle u festgekeilt und tragen an ihrem unteren
Ende die scheibenförmigen Gewichte Xx.
Die Wirksamkeit der ganzen Fangvorrichtung ist folgende: Bei einem Bruche der
Kette in der Nähe der Bremsscheibe verliert die nur von der gespannten Kette getragene
Scheibe à ihren Halt und dreht durch die Bewegung nach unten die Achsec in gleichem
ZSinne. Ebenso dreht sich aber auch die Scheibe h, so daß durch die Wirkung des Ge⸗
wichtes g das Seil i abwärts gezogen wird. Der Ruck des Seiles überträgt sich durch die
Ringe rr auf den Hebel p, der einarmige Hebel pꝛ verliert seinen Halt und durch die
Hewichte Xx wird die Welle u gedreht, so daß die Fangarme ww sich aufrichten und die
unktirt gezeichnete Stellung annehmen. Die aufgefangenen Wagen pressen die Gewichte
est gegen die Schwelle nr, so daß die Fangarme nicht nachgeben können. Bei einer Ent—
ernung der Fangvorrichtungen von 30 mm sind jedesmal zwei Wagen durch ein Fangarmen—
naar aufzuhalten.
Bedingung für die Wirksamkeit der beschriebenen Vorrichtung ist jedoch, daß der
dettenbruch nahe an der Bremsscheibe erfolgt, damit die Rolle a sofort ihre Stütze ver—
iert und herabfallen kann. Da nun hier die Spannung in der Kette am größten ist, so
vird der Wahrscheinlichkeit nach auch hier der Bruch eintreten. Um jedoch bei einem Ketten—
zruche an beliebiger Stelle den Apparat ebenfalls wirken zu lassen, kann der Bremser
nittelst eines Winkelhebels, dessen Schenkel z gabelförmig die mit der Scheibe h fest ver—
bundene Scheibe h, umfaßt (Bl. 44, Fig. 16), die erstere von dem Keile k wegziehen. Sie
äuft nunmehr lose auf der Wellesc, das Gewicht g bewirkt ein Abwickeln des Drahtseils i
ind durch das Ausrücken des Hebels p treten die Fangarme in Wirksamkeit.
Zur gegenseitigen Verständigung des Bedienungspersonals an den Anschlagepunkten
»ient ein elektrischer Signalapparat; um aber auch von jeder Stelle des Schachtes aus dem
Anschläger Signale geben zu können, ist außerdem noch ein gewöhnlicher Schellenzug vor—
janden.
Gleichwie die Bl. 44, Fig. 2 u. 3 skizzirte geneigte Scheibe zur Führung des Seiles
z»ei der Förderung mit Seil ohne Ende, kommt solche auch bei der Förderung mit Kette
»hne Ende zur Verwendung. Bl. 44, Fiq. 21 bis 23 zeigt die auf Grube Gerhard in
Betrieb stehende.
c. Automotorische Bremsberge.
Im IV. Abschnitt wurden die Betriebs-Bedingungen für diese Bremsberge näher
zrörtert, und die Vorteile sind so einleuchtend, daß es zu verwundern ist, daß sie nicht
nehr zur Verwendung kommen. Dies erfolgt gewöhnlich in der Weise, daß, während der
Hauptbetrieb schwebend oder diagonal, der Nebenbetrieb horizontal geführt wird und zwar
zewöhnlich durch den Querschlag bis zum Förderschacht. Auf Grube Schwalbach steht eine
solche zwischen der X. Tiefbausohle und der zugehörigen Teilungssohle in Betrieb; sie besorgt
die Förderung durch den Querschlag nach dem Ensdorfer Schacht. Der Bremsberg ist