die Ketten- bezw. Antriebscheibe mit einer Bremse, die letztere, die Spannscheibe, mit einer
Spannvorrichtung versehen ist.
Auf Grube Kohlwald besteht die Bremsscheibe aus den beiden Bremsbändern (Bl. 44,
Fig. 7T u. 8) und dem zum Anziehen uud Lösen derselben dienenden Hebel- und Schraub—⸗
verke. Der Durchmesser der gußeisernen Scheibe nebst Holzfutter ist gleich der Ent—
fernung von Mitte zu Mitte der beiden Geleise des Bremsberges. Die Scheibe selbst
besteht aus zwei Hälften, die an den Rippen der Speichen miteinander verschraubt sind.
Es hat dies den Vorteil, daß bei einem etwaigen Bruche die Scheibe besser von der Achse
zelöst und ausgewechselt werden kann. Der Kranz ist zweiteilig, der obere Teil bildet die
NReibfläche für die Bremsbänder, der untere Teil trägt die Kette. Letzterer ist mit einem
onisch abgedrehten Futter von Hainbuchenholz bekleidet, um welches die Kette anderthalbmal
geschlungen ist. Zur Führung der umlaufenden Kette über die auf der Scheibe befindliche
Windung und zur Verhütung des Aufeinanderwickelns der Glieder hat man eine einfache
Vorrichtung angebracht, wodurch der regelmäßige Kettenlauf gesichert ist. Der auf der
Verlagerungsbank der Bremsscheibe festgeschraubte Keil a greift pflugscharartig zwischen die
Kettenglieder ein und läßt so die durchlaufende Kette regelmäßig sich neben die auf der
Scheibe befindliche Windung auflegen. Die Bremsbacken bestehen aus zwei unabhängig
von einander wirkenden, schmiedeeisernen Bändern, auf welchen ein 6 em starkes Futter von
——
und eines geeigneten Hebelwerkes an die Scheibe angepreßt oder von derselben gelöst.
Um die durch die starke Reibung der Bremsbacken und der Kette an der Scheibe
entstehende Erhitzung der Teile zu verhüten, bespült ein über die Bremsscheibe geführtes
Wasserleitungsrohr mit feinem Strahl anhaltend die rotirende Scheibe. Die Bremsscheibe
ist über der Anschlagsbühne so hoch auf einem Holzgerüste verlagert, daß Schlepper und
Pferde ungehindert passiren können.
Die Führung der Kette von den leeren Wagen auf die Scheibe und von dieser auf
die beladenen Wagen erfolgt durch vertikal in Hängelagern laufende Rollen. Diese Rollen
Bl. 44, Fig. 9) sind an der Peripherie so profilirt, daß die Glieder der Kette abwechselnd
jorizontal und vertikal gestellt werden, was unbedingt erforderlich ist, um ein Festkllemmen
»er Kette in den am Kopfe des Wagens eingesteckten Gabeln zu verhüten. Das An— und
Abschlagen der Wagen an die Kette erfolgt in der Weise, daß die Gabeln (Bl. 44, Fig. 10)
am vorderen Ende des beladenen und am hinteren Ende des leeren Wagens in eine Ose
eingesteckkt werden und die Kette beim Unterschieben der Wagen in die Gabel eingelegt
»ezw. beim Abschlagen der Wagen aus der Gabel herausgenommen wird.
Die Spannung der Kette ist in beiden Fördertrünmmern am oberen Ende des Brems—
berges am größten, weil sie hier die Zugkraft aller im Bremsberge befindlichen Wagen
und der aufliegenden Kette auszuhalten hat. Weiter abwärts läßt die Spannung allmählich
nach, sodaß bei ungleichmäßigen Abständen der Wagen voneinander ein Schleifen der Kette
auf der Sohle manchmal nicht zu vermeiden ist. Zur Regulirung der Spannung sowie
zur sicheren Führung ist die Kette um die in der Verlängerung des Bremsberges montirte
Spannscheibe geschlungen, deren Durchmesser, wie derjenige der Bremsscheibe, gleich der
Entfernung von Mitte zu Mitte der beiden Fördertrümmer ist. Art und Weise der Ver⸗
lagerung sowie die Konstruktion der Spannscheibe ist aus den Fig. 11 u. 12, Bl. 44 ersichtlich.
Durch das Anziehen bezw. Nachlassen der Schraubenspindel a gleitet die Scheibe vor und
zurück in dem durch die Verlagerungshölzer gebildeten Rahmen und bewirkt so entweder
ein Anspannen oder Nachlassen der Kette innerhalb der durch die Länge der Spindel
gegebenen Grenzen. Hat sich die Kette so weit gelängt, daß die Schraubenspindel à bis