diese nur unterhalten zu werden braucht, daß das Ergebnis der Förderung bei gleicher
Geschwindigkeit größer als bei dem alternirenden Betriebe ist und von verschiedenen Punkten
zu gleicher Zeit gefördert werden kann. Die Anlage unterscheidet sich von der für alter—
nirenden Betrieb nur dadurch, daß am Fuße des Bremsberges noch eine Rückleitungsscheibe,
die mit einer Spannvorrichtung versehen wird, vorhanden sein muß. Je nachdem Seil oder
Kette zur Verwendung kommen, sind die Mitnehmer sowie die Einrichtung der Scheiben
erschieden.
1. Kette ohne Ende.
Gewöhnlich wird das Seil zwei- bis dreimal um die, eine große Seilnut tragende
Bremsscheibe gewickelt; hierbei erleidet das Seil durch das Ineinandergreifen beim Auf⸗
wickeln eine starke Reibung. Man hat dies auf Grube Reden in einem 720 m langen
Bremsschacht dadurch zu vermeiden gesucht, daß man das Seil in der auf Bl. 44, Fig. 2 u. 3
dargestellten Weise über zwei hintereinander liegende Seilscheiben führt. Die hintere Seil—
cheibe a, an der gleichzeitig die Bremsvorrichtung angebracht ist, liegt horizontal, hat
50 m Durchmesser und ist mit drei Seilnuten versehen. Die davorliegende Seilscheibe b
jat 1,10 m Durchmesser und zwei Seilnuten und ist gegen die Horizontalebene der anderen
Scheibe so geneigt, daß die beiden Seilnuten am linken Stoße mit den beiden unteren Seil—
nuten am rechten Stoße, aber mit den beiden oberen Seilnuten der anderen Scheibe in
gleicher Höhe liegen. Das Seil wird von der Führungsrolle am rechten Stoße (Leergeleis)
zunächst in die untere Nut der hinteren Scheibe geleitet, geht um diese herum und tritt
dann in die untere Nut der Scheibe b ein. Infolge der geneigten Lage derselben geht das
Seil in einer Schraubenlinie auf die mittlere Nut der Scheibe a, dann über die obere
der Scheibe b, von hier auf die obere Nut der Scheibe a und wird schließlich durch die
Führungsrolle 02 nach dem Vollgeleis geleitet. Durch diese Anordnung vermeidet man das
Ineinandergreifen der Seilwindungen und so den starken Seilverschleiß. Die Rollen cy e
uind di, de dienen nur zur Führung des Seiles nach der großen Seilscheibe bezw. nach der
Mitte der Gestängebahnen. Die Seilscheiben wie die Rollen bestehen aus Gußstahl. Das
Ganze ist auf T-Trägern horizontal verlagert. Als Seilklemme kommt die Bl. 43, Fig. 10
ind 11 skizzirte zur Anwendung. Sie besteht aus zwei konisch abgedrehten, durch Scharniere
nit einander verbundenen und auf der Innenseite zur Aufnahme des Seiles mit je einer
halbkreisförmigen Nut versehenen Backen aa (Bl. 42, Fig. 11), über die eine konisch aus—
gebohrte, oben offene Hülse gezogen und mit einem leichten Schlage gegen den Vorsprung e
Fig. 10) festgetrieben wird. Vorn am untern Teile der Hülse ist das Kuppelseil nach dem
Förderwagen angebracht. Das Lösen der Klemme erfolgt durch einen Schlag gegen den
Vorsprung d (Fig. 103. Die Hülse reibt hier beim Vortreiben nicht am Seile selbst,
ondern an den Backen aa, auch liegen die Vorsprünge c und d, gegen welche der Schlag
geführt wird, tiefer als die Warze bei den nußförmigen Klemmen (Bl. 15, Fig. 14417).
Die in Fig. 4, Bl. 44 dargestellte Spannvorrichtung ist insofern bemerkenswert, als
die Schraube s ihre Bewegung mittels eines Lamellengestänges auf die Spannscheibe über—
rägt und die Führungen mit der daran hängenden Spannscheibe o zur Entlastung der
Schraube mit Bolzen in die Löcher festgesteckt werden, welche in die Führungsträger ein⸗
zebohrt sind. An den Teilungssohlen ist das Seil aufgenommen und über zwei, in einem
gegenseitigen Abstande von 60 em an der Firste angebrachten Tellerrollen (Bl. 44, Fiq. 5
ind 6) geleitet.
2. Seil ohne Ende.
Die Einrichtung ist im allgemeinen dieselbe wie beim Seil ohne Ende. Am Kopfe
und am Fuße des Bremsberges sind horizontal verlagerte Scheiben, von denen die erstere,