Full text : Erläuterungen zu "Der Bergbau in Skizzen"

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1. Doppeltrümmmige Bremsberge.

a. Mit alternirendem Betriebe.
Am Kopfe des Bremsberges ist in einfachster Weise eine flache Scheibe mit Brems⸗
vorrichtung verlagert; der Durchmesser derselben ist gleich der Entfernung der Geleise—
Mitten oder es ist dort ein Rundbaum aufgestellt, um den das Seil geschlungen ist.
Mittelst der in dem Rundbaum befestigten Hörner kann die Stellung der Wagen in dem
Bremsberg geregelt werden. Soll von verschiedenen Punkten gefördert werden, muß jedes⸗
nal die Seillänge geändert werden, wenn man keine Vorrichtung anwenden will, mittelst
deren man die Wagen an jeder beliebigen Stelle mit dem Seile verbinden kann. Die ge⸗—
vöhnlichste Einrichtung für doppeltrümmige Bremsberge, in denen aus verschiedenen Höhen
Jefördert wird, sind zwei Seilkörbe, von denen der eine fest auf der Welle sitzt, während
der andere auf ihr beweglich mit jenen verbunden werden kann. Die Enden der Seile sind
auf ihnen befestigt und diese laufen an ihnen oberschlägig bezw. unterschlägig ab und auf.
Zum Bewegen der losen Trommel hat man wohl ein Zahnradvorgelege mit Kurbel an
zerselben angebracht; das Getriebe muß ausrückbar, wenigstens die Kurbel aber abnehmbar
ein. Genügt die Reibung bei der einfachen Umschlingung des Seiles um die Seilscheibe
nicht und gleitet das Seil, so trifft man Anordnungen, wie sie auf Bl. 42, Fig. 17, 18 u. 19
kizzirt sind.
Beim Anschlagen ist folgende Reihenfolge zu beobachten (Bl. 43, Fig. 9): a ist die
feste, b die bewegliche Trommel. Man hat bisher 3. B. von D nach A gefördert und
vill nun von O nach A fördern. Man löst die bewegliche Trommel, wenn an der festen
Trommel ein voller Wagen bei Deangeschlagen ist, und dieser wird bis C abgebremst,
worauf die lose Trommel wieder gekuppelt wird. Indem man nun bis A weiter abbremst,
ommt der leere Wagen in die Strecke Ot zu stehen und kann dort mit einem vollen ver—
auscht werden; beim nächsten Abbremsen kommt der leere Wagen nach O. In ganz
zleicher Weise gelangt man mit dem leeren Wagen nach Bi. Wenn zuletzt von B ge—
ördert ist, bleibt der volle Wagen zunächst bei A stehen und der leere wird von B nach
Di aufgewunden, nachdem b gelöst ist, sodaß nunmehr wieder von der obersten Sohle
gefördert werden kann. Dieser regelmäßige Gang ist nur möglich beim guten Ineinander—
zreifen der Förderung und wenn der letzte volle Wagen immer von der Seite der festen
Trommel kommt. Wenn das letztere nicht der Fall ist und nach Lösung der beweglichen
Trommel das Gewicht des leeren Wagens wie gewöhnlich nicht genügt, die feste Trommel
in Bewegung zu setzen, so muß man auch für diese ein Vorgelege bereit haben, das sein
Betriebe auf derselben Achse wie für die lose Trommel haben kann. Wenn z. B. der volle
Wagen von Bi nach A! gegangen ist, so steht der leere bei B; löst man jetzt die lose
Trommel, so wird derselbe nicht nach A gehen, wäre dies aber auch der Fall, so hätte
nan jetzt zwei leere unten, wodurch nichts gewonnen wäre. Man muß demnach den leeren
Wagen von Benach D heben, was eben nur durch Lösung der sonst festen Rolle geschehen
ann. Hierin, sowie in der Notwendigkeit, entweder von beiden Seiten ganz gleichmäßig zu
ördern oder Massen von der einen Seite des Bremsberges nach der andern bringen zu
nüssen, liegt der Übelstand dieser Einrichtung. Das Hinüberschaffen der Massen geht zwar
an bei flachem Fallen, wird aber häufig schwierig bei starkem Fallen.

h. Mit kontinuirlichem Betriebe.
Der Vorteil des kontinuirlichen Betriebes besteht darin, daß schon bei niedrigerem
Neigungswinkel die Förderung ermöglicht wird, weil, wenn einmal Bewegung erzeugt ist,
            
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